Das Magazin der S-Bahn Hamburg
Handball Sport Verein Hamburg – Neustart geglückt!

Handball Sport Verein Hamburg – Neustart geglückt!

Der Handball Sport Verein Hamburg musste im letzten Jahr noch einmal ganz von vorn anfangen und erfindet sich neu – mit Erfolg!

Es war keine leichte Zeit für die Handballfans des HSV. Mitten in der Saison 2016 musste Insolvenz angemeldet und die Profimannschaft abgemeldet werden. Dann hieß es: Keine Raute, kein Kürzel und – nach 13 Jahren – kein Tabellenplatz in der ersten Liga mehr. Bundesligastars wie Pascal Hens, den man als „Pommes“ kennt, oder Johannes Bitter haben den Verein damals schnell verlassen. Ex-Profi Stefan Schröder blieb dem Hamburger Verein hingegen treu.

Klar, darf man den Handball Sportverein Hamburg auch weiterhin HSV nennen, aber Raute und Kürzel sind vom Trikot verschwunden. Ein Neuanfang in der dritten Liga ist zwar mühsam, aber auch eine Chance, den Resetknopf zu drücken und neue Spieler zu formen und strahlen zu lassen.

So wie Justin Rundt und Finn Wullenweber – die beiden Handballer zeigen nämlich seit über einem Jahr im Kader der Herren, was in ihnen steckt: Justin im Tor, Finn auf der Mitte und im Rückraum links. Während Rundt bereits erste Bundesligaluft schnuppern durfte, stieg Wullenweber damals von der A-Jugend direkt in die erste Mannschaft auf und beeindruckt mit seiner wurfgewaltigen, dynamischen und schnellen Spielweise.

Wo fährst du lieber hin?

Finn Wullenweber

Handball Sport Verein Hamburg – Neustart geglückt!

Alster oder Elbe
Landungs- oder Elbbrücken
Hauptbahnhof oder Altona
Reeperbahn oder Schanze
Knust oder Altonaer Theater

Beide Jungstars fühlen sich geehrt, für Hamburg auf dem Handballfeld zu stehen. „Für eine Weltstadt wie Hamburg zu spielen ist großartig. Vor allem, wenn man weiß, was der Verein schon alles erreicht hat“, erklärt Justin die schöne und anspruchsvolle Herausforderung, Teil eines Neuanfangs zu sein. Der 22-Jährige spielt seit seiner Kindheit Handball und entschied sich schon damals fürs Tor – allerdings damals noch in einer anderen Sportart. Als kleiner, etwas moppeliger Junge sah er dort seine Stärke. Jedoch gefiel ihm nach einiger Zeit das dynamische Torhüten beim Handball besser, wo er mit vollem Körpereinsatz alle paar Minuten einen Ball davon abhalten muss das Tornetz zu berühren.

"Es ist eine große Ehre für Hamburg zu spielen."
Finn "Stulle" Wullenweber, Rückraumspieler.

Finn Wullenweber kam über seinen älteren Bruder zum Handball – dem er auch seinen Spitznamen „Stulle“ verdankt. Wurde er als Kind noch mit „Mini-Stulle“ angemeldet, konnte der Zusatz bei dem mittlerweile 1,97 Meter großen Niedersachsen gestrichen werden. „Mir bedeutet es unheimlich viel für Hamburg spielen zu dürfen!“, sagt der 19-Jährige, der bereits seit 2010 für die Hansestadt spielt.

"Eile mit Weile. Wir werden aufsteigen, wenn es funktioniert."
Jens Häusler, Trainer der Herren des Handball Sportverein Hamburg.

Dabei könnte die aktuelle Saison des Handball Sport Vereins Hamburg fast nicht besser laufen. Aber auch nur fast. Ein Aufstieg ist auf Rang drei der Tabelle zwar in greifbarer Nähe, aber keineswegs sicher. Die Mannschaften auf den Plätzen davor spielen stark und sind schwer einzuholen. Das war aber auch nicht das primäre Ziel des neu aufgebauten Vereins. Die extrem junge Mannschaft musste sich erst einmal finden, Strukturen schaffen, eine Einheit bilden. Das hat geklappt! „Eile mit Weile. Wir werden aufsteigen, wenn es funktioniert“, sagt Trainer Jens Häusler mit einem verschmitzten Grinsen, das erahnen lässt, dass der Weg dafür geebnet ist.

Apropos Weg, da kommt nämlich auch die S-Bahn Hamburg ins Spiel. Denn seit dem Neustart unterstützt das Verkehrsunternehmen den Sportverein bei dem spannenden Ziel, in Hamburg bald wieder erstklassigen Handball sehen zu können. „Gerade in dieser Zeit freuen wir uns über solch einen bekannten Sponsor wie die S-Bahn Hamburg,“ die auch die meisten Jungs der Mannschaft regelmäßig zum Training bringt. 

Wo fährst du lieber hin?

Justin Rundt

Handball Sport Verein Hamburg – Neustart geglückt!

Alster oder Elbe
Landungs- oder Elbbrücken
Hauptbahnhof oder Altona
Reeperbahn oder Schanze
Knust oder Altonaer Theater

Besonders „Stulle“ nutzt die S-Bahn auf seinem Weg in die Hamburger City, zum Training oder auch zur Uni sehr regelmäßig. „Ohne die S-Bahn könnte ich meinen Sport gar nicht so ausüben, wie ich es heute tue. Eigentlich wäre es unvorstellbar!“ Das Training findet nämlich, wie zu Bundesligazeiten auch, in der Volksbank Arena in Stellingen statt. Zu den Spielen der Mannschaft in der Alsterdorfer Sporthalle werden die Fans von den Kollegen der Hochbahn (U1, Lattenkamp / Sporthalle) gebracht.

Auf ihre Fangemeinde können die Handballer nach wie vor zählen: Erst kurz nach Weihnachten knackten die Herren einen Weltrekord und lockten zu einem Heimspiel 8.500 Zuschauer in die Halle – ein absolutes Highlight für alle Spieler. „Vor so vielen Menschen zu spielen, war schon der Hammer“, fasst Justin Rundt dieses Erlebnis zusammen. Und das ist definitiv ein gesetztes Ziel für diese Saison: „Wir wollen die Fans begeistern und vielleicht noch mehr Menschen von Hamburgs Handball überzeugen.“ Wenn die Jungs so weitermachen, sollte das wirklich kein Problem sein.