Das Magazin der S-Bahn Hamburg
Einblicke in die Modernisierungsarbeiten

Einblicke in die Modernisierungsarbeiten

In der Zeit vom 6. bis 19. März ist an den Stationen Jungfernstieg und Stadthausbrücke einiges passiert. In diesem Artikel gewähren wir euch einen kleinen Blick hinter die Kulissen und verraten euch, was genau an den beiden Stationen passiert ist.

Einblicke in die Modernisierungsarbeiten

Ein Stück Zukunft ist bereits sichtbar. Die neu gestaltete Zwischenebene in der Station Jungfernstieg beeindruckt mit einem frischen Design und kunstvoll gestalteten Wänden. Für den futuristischen Look sorgen LED-beleuchtete Glaswände, die ihre Farbe wechseln. Mit der Fertigstellung der Zwischenebene wurde die erste Baumaßnahme des Projekts „Zukunft Bahn“ bereits Anfang des Jahres erfolgreich umgesetzt.

Hierfür wurden die alten Fliesen an den Wänden durch helle und großformatige Glasflächen ersetzt. Für das Design bekam die Deutsche Bahn künstlerische Unterstützung: Der Berliner Florian Balze hat das Muster entworfen. Es erinnert an Seifenblasen, die auf Papier fallen – so wirkt jede Seifenblase für sich anders und keine gleicht der anderen.

Riesen-Material-Aufwand für die Zwischenebene:

Innerhalb kürzester Zeit wurden 550 m² (das sind ca. 105 Tonnen) Fußboden sowie ca. 65 Tonnen (600 m²) Fliesen abgebrochen und 600 m² neues Glas eingebaut, wovon 250 m² bedruckt sind. Zudem galt es noch einen 950 kg schweren Geldautomat in die zweite Ebene zu transportieren – ein gar nicht so einfaches Unterfangen. Aber der Aufwand hat sich gelohnt!

In der Zeit vom 6. bis 19. März wird ein komplett neuer Fußboden auf den Bahnsteigen der Stationen Stadthausbrücke und Jungfernstieg eingebaut. Zusätzlich werden in der Station Stadthausbrücke die Wandfliesen entfernt und erhalten im ersten Schritt einen neutralen Farbanstrich. Die Zwischenebene bleibt trotz der Bauarbeiten geöffnet.

Einblicke in die Modernisierungsarbeiten

Baustelle Stadthausbrücke und Jungfernstieg

Was für eine Mammutaufgabe die Modernisierung der Tunnelstationen darstellt, zeigt sich bereits an dem erforderlichen Material für die Umsetzung der ersten Bauschritte in Jungfernstieg und Stadthausbrücke.

Insgesamt lagerten 800 Paletten Steine, die jeweils 900 kg wogen, auf dem Bahngelände Elbgaustraße. Per Ziehprinzip wurden die Baustoffe in die Stationen gebracht. Dafür waren fünf Loks im Dauerbetrieb, die nachts den angefallenen Bauschutt wegbrachten und morgens die Baustelle mit neuen Materialien versorgten. Tagsüber dienten die Loks als bewegliche Baustelleneinrichtungsfläche.

Was für Dimensionen hatten die ersten Bauschritte?

Auf dem Bahnsteig Jungfernstieg wurden je 2.500 Quadratmeter neuer Bodenbelag und Estrich verlegt. Hierfür waren 60 bis 70 Handwerker im Schichtbetrieb im Einsatz und sorgten dabei für ganze 620 Tonnen Schutt.

Auch in der Station Stadthausbrücke fiel einiges an: Estrich und Bodenbelag nahmen hier je 2.000 Quadratmeter ein. Das sind 200 Quadratmeter pro Tag! Zudem wurden Fliesen einer Fläche von 1.540 Quadratmetern an der Hintergleiswand abgeschlagen und anschließend eine mehr als doppelt so große Fläche im Gleisbereich an Wand und Decke neu gestrichen.

So entstand hier eine größere Menge Schutt als in der Station Jungfernstieg. 500 Tonnen Bodenbelag und 190 Tonnen Fliesen von der Hintergleiswand mussten abtransportiert werden. Damit das alles innerhalb der Sperrzeit vom 6. bis 19. März erledigt werden konnte, arbeiteten 80 Handwerker im Zwei-Schichtbetrieb von 6 Uhr bis 23 Uhr, anschließend folgte dann die Logistik bis in die Morgenstunden.

Die Baubesprechungen fanden übrigens, ganz Hamburg-like, zu Wasser statt. Für die Zeit der Baustelle kamen die Beteiligten nicht wie üblich in einem Baucontainer zusammen, sondern auf einer Alsterbarkasse.

Endspurt des ersten Bauabschnitts (16.03.2017)

Kurz vor Ende der Sperrpause verliefen die Bauarbeiten ganz nach Plan. Die Abbrucharbeiten an beiden Stationen hatten bis Ende der ersten Woche stattgefunden. Am Montag von Woche 2 wurden die Estricharbeiten beendet und an der Station Stadthausbrücke mittlerweile bereits 90 Prozent des neuen Steinbodens verlegt.

Nach dem Abbruch aller Fliesen wurden die Hintergleiswände übergangsweise zur Vorbereitung für die Neuverkleidung im nächsten großen Bauabschnitt 2018 schwarz gestrichen.

Einblicke in die Modernisierungsarbeiten

Von den insgesamt 160 Bauarbeitern waren die meisten auf den letzten Metern an der Station Jungfernstieg tätig. Hier befand sich mit 2.500 Quadratmetern auch die größere der beiden Baustellen. An der Stadthausbrücke musste im Endspurt nur noch verfugt werden, während am Jungfernstieg noch einige Bauarbeiten mehr auf dem Plan standen.

Am letzten Wochenende der Bauarbeiten waren über 70 Reinigungskräfte an beiden Stationen im Einsatz, um Wände und Böden von dem Baustaub zu befreien, so dass der Citytunnel am Montag, den 20. März, wieder für den Zugbetrieb geöffnet werden konnte.

Fotos: Lisa Knauer

Die Maßnahmen im Überblick

Station Jungfernstieg

Einblicke in die Modernisierungsarbeiten
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Station Stadthausbrücke

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