Etwa 20.000 Menschen marschieren am Samstag in Erfurt, Deutschland, um gegen den jährlichen Parteitag der rechtspopulistischen AfD zu demonstrieren.
Antifaschistische Demonstrierende blockieren Straßen und Tramlinien rund um die Stadt, während die Bereitschaftspolizei die Vorgänge aufmerksam beobachtet.
„Wir wollen eine Gesellschaft, die auf Solidarität basiert: gleiche Rechte, gleiche Sicherheit, das Aufenthaltsrecht und soziale Sicherheit für alle“, sagte Noa Sander, Sprecherin der antifaschistischen Gruppe Widersetzen. „Dafür stehen wir heute gemeinsam hier in Erfurt.“
Die Thüringer Polizei bezeichnete den Protest als „legitim“, gab jedoch an, dass eine AfD-Kreisgeschäftsstelle und Polizeibeamte mit Farbbomben und Feuerwerk angegriffen worden seien.
Die Konferenz begann dennoch planmäßig, teilte die Behörde später in einem Beitrag in den sozialen Medien mit.
Die Partei hat Alice Weidel und Tino Chrupalla erneut zu Co-Vorsitzenden gewählt, vor den Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, die der Partei helfen sollen, eine breitere Grundlage für nationalen Erfolg zu schaffen.
Chrupalla, 51 Jahre alt, wurde mit 70,05 Prozent der Stimmen erneut gewählt, während Weidel, 47 Jahre alt, 81,3 Prozent erhielt. Beide standen keinem Gegenkandidaten gegenüber.
Die AfD ist eine euroskeptische Partei, die eine strenge Einwanderungskontrolle befürwortet und Berlins Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen Russland kritisch sieht.
In den letzten Monaten hat die Partei in nationalen Umfragen wachsende Unterstützung erfahren. Jüngste Umfragen setzen die Unterstützung für die Partei auf bis zu 29 Prozent, gegenüber 22 Prozent für die CDU/CSU-Gruppe von Bundeskanzler Friedrich Merz.
Lennart Krüger