Haftungsausschluss: Diese Website steht in keiner Verbindung zur Deutsche Bahn AG oder deren Tochtergesellschaften. S-Bahn Hamburg ist ein unabhängiges, privat betriebenes Online-Magazin und nicht Teil der Deutschen Bahn-Gruppe.

3 Dinge, die ich nie wieder konsumiere – die beste Entscheidung meines Lebens

26. Februar 2026

Manchmal beginnt echte Veränderung mit drei klaren Entscheidungen. Nach Jahren des Testens, Lesens und Beobachtens habe ich drei Produktgruppen vollständig gestrichen, weil sie meiner Gesundheit eindeutig nicht dienten. Es war kein Dogma, sondern eine nüchterne Abwägung von Risiko, Nutzen und Alltagstauglichkeit.

Die Konsequenz hat meinen Energiehaushalt stabilisiert und meine Gewohnheiten vereinfacht. Seitdem koche ich bewusster, esse langsamer und spüre eine ruhigere Stoffwechselbalance, ohne mich in starren Regeln zu verheddern.

Verarbeitete Fleischwaren: ein kalkulierbares Risiko

Ich meide konsequent Wurst, Speck, Schinken und andere verarbeitete Fleischwaren. Die verwendeten Nitrite und Nitrate können im Körper nitrosierte Verbindungen bilden, die das Darmgewebe messbar belasten. Für mich ist das ein dauerhaftes Grundrauschen an Risiko, das ich nicht weiter füttern will.

Studien ordnen verarbeitete Produkte klar als erhöhtes Krebsrisiko ein, vor allem in Bezug auf den Kolon. Selbst kleine, aber regelmäßige Mengen addieren sich über Jahre zu einer relevanten Exposition. Ich ersetze sie lieber durch hochwertige Eiweißquellen mit überschaubaren Zutatenlisten.

Raffinierter Zucker: weniger Spitzen, mehr Ruhe

Raffinierter Zucker, Softdrinks und ultra-süße Snacks habe ich komplett gestrichen. Nicht, weil Zucker „Krebs nährt“, sondern weil häufige Blutzuckerspitzen Entzündungen fördern und die Insulinresistenz anheizen. Beides schafft ein biologisches Milieu, das ich bewusst entschärfe.

Besonders problematisch sind versteckte Zuckerarten in Fertigsoßen, Cerealien oder „Fitness“-Riegeln. Sie überlisten das Sättigungsgefühl und stören die hormonelle Feinabstimmung. Ich wähle lieber natürliche Süße aus Obst und kombiniere sie mit Ballaststoffen.

Ultraverarbeitete Lebensmittel: weniger Zusatz, mehr Substanz

Ich habe ultraverarbeitete Produkte gegen echte Lebensmittel getauscht. Emulgatoren, Aromen und billige Fette summieren sich zu einem Cocktail, den der Körper permanent abbauen muss. Diese Dauerlast erhöht oxidativen Stress und begünstigt mikroskopische Schäden.

Selbst scheinbar praktische Fertiggerichte hinterlassen oft ein trügerisches Gefühl von Sättigung. Mir ist echte Nährstoffdichte wichtiger als schnelle Kalorien. Je kürzer die Zutatenliste, desto leichter fällt mir die Wahl.

Was auf den Teller kommt: klare Prinzipien

Ich habe nicht nur gestrichen, ich habe aktiv ersetzt. Der Fokus liegt auf Vielfalt, Saison und Qualität, ohne kulinarische Freude zu verlieren.

  • Viel buntes Gemüse und Obst für natürliche Antioxidantien
  • Hülsenfrüchte als stabile Eiweißquelle mit reichlich Ballaststoffen
  • Vollkorngetreide für nachhaltige Energie und gesunden Blutzucker
  • Gute Fette aus Olivenöl, Nüssen und Samen für flexible Zellmembranen
  • Fermentiertes wie Joghurt, Kimchi oder Sauerkraut für eine resiliente Darmflora
  • Hochwertiges, unverarbeitetes Protein aus Fisch, Eiern oder Tofu in moderaten Mengen

Diese Struktur macht meinen Alltag vorhersehbar und meine Mahlzeiten befriedigend. Ich plane einfach, koche doppelte Portionen und halte gesunde Snacks bereit, um Ausreißer zu vermeiden.

Kleine Rituale, große Wirkung

Ich setze auf bewusste Routinen, statt auf strenge Askese. Wasser vor Kaffee, eine Handvoll Nüsse als Snack, und zwei Portionen Grünzeug pro Tag sind meine pragmatischen Anker. So bleibt die Entscheidungskraft für wirklich Wichtiges erhalten.

Ein Satz begleitet mich dabei: „Gesund essen heißt nicht verzichten, sondern das Falsche nicht länger finanzieren.“ Diese Perspektive nimmt Druck, gibt Autonomie und fördert echte Klarheit.

Was ich gelernt habe

  • Konsequenz ist leichter als endloses Abwägen im Supermarkt
  • Qualität schlägt Quantität, besonders bei Fetten und Proteinen
  • Vorbereitung ist die halbe Miete für stressige Wochentage
  • Geschmack lässt sich neu kalibrieren, wenn Süße selten bleibt

Ich betreibe keine Missionierung, sondern persönliche Priorisierung. Wer testen möchte, kann vier Wochen strikt durchziehen und danach differenziert anpassen. Viele merken schnell: Besserer Schlaf, stabilere Energie und klarerer Kopf sind starke Argumente.

Am Ende geht es um Selbstfürsorge, nicht um Perfektion. Ich streiche, was mir nachweislich schadet, und kultiviere, was mich langfristig trägt. Diese Haltung ist für mich keine kurzfristige Challenge, sondern eine ruhige, tägliche Entscheidung.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.