Die Programme umfassen alles von Kampffahrzeugen bis zu Radar-Satelliten, obwohl Uneinigkeit darüber besteht, welcher Anteil des BIP benötigt wird.
Das bilaterale Treffen mit der NATO in Madrid, bekannt als „Schritt 3“, wird den Stand der militärischen Fähigkeiten Spaniens auf den Tisch legen. Das Verteidigungsministerium wird den NATO-Vertretern Ende Januar das Fähigkeitsziel des Generalstabschefs, die Truppenaufstockung und die 79 derzeit in Entwicklung befindlichen Programme vorstellen.
Diese Programme decken Land-, See-, Luft- und Raumfahrt-, Cyber- und Informationssysteme ab. Sie umfassen 31 Sondermodernisierungspläne, die von gepanzerten Kettenkampffahrzeugen bis zur Aufrüstung der F-100-Fregatten, Elektronische Kriegsführungssysteme und Mehrzweckhubschrauber reichen.
Der Industrie- und Technologische Plan für Sicherheit und Verteidigung, genehmigt im April 2024, hat in diesem Jahr zusätzlich 10.741 Millionen Euro mobilisiert, ein Betrag, der laut Quellen aus dem dem von Margarita Robles geleiteten Ministerium vollständig umgesetzt wurde.
Der Streit um den Anteil des BIP
Hier liegt der Knackpunkt. Spanien hatte sich auf dem Haager Gipfel verpflichtet, 2% des BIP für Verteidigung bereitzustellen, im Gegensatz zu den 5%, die von anderen Verbündeten vereinbart wurden. Die Regierung von Pedro Sánchez beharrt darauf, dass sie mit 2,1% des BIP die vereinbarten Fähigkeitsanforderungen erfüllen kann. Die NATO geht jedoch davon aus, dass mindestens 3,5% benötigt werden.
Die Investitionen zielen auch darauf ab, die nationale strategische Autonomie und die Verteidigungsindustrielle Basis zu stärken, mit einer hohen Beteiligung spanischer Unternehmen an den Programmen. Die Pläne umfassen Wissenstransfer und Verringerung ausländischer Abhängigkeiten.
Gestärkte internationale Präsenz
Auf operativer Ebene verfügt Spanien im Jahr 2025 über rund 4.000 Militärangehörige und Zivilwächter, die in 15 Ländern eingesetzt sind, wie vom Ministerrat am 23. Dezember genehmigt. Allerdings gibt es vorerst keine spanische Militärapräsenz in Grönland.
Der bedeutendste Anteil konzentriert sich auf die östliche Flanke der NATO, mit Truppen in Lettland, der Slowakei und Rumänien. Es unterhält auch eine Präsenz in der Operation „Persistent Effort“, die Luftpolizei- und Luftraumverteidigungseinsätze zusammenführt, zusätzlich zu den Permanenten Seegruppierungen.
Die Exekutive beschreibt die Bilanz des Jahres 2025 als äußerst positiv und versichert, dass militärische Investitionen dauerhaft bestehen bleiben.