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Nigeria holt Bronze, während Marokko und Senegal das AFCON-Endspiel erreichen

18. Januar 2026

Während AFCON 2025 auf ein spannendes Finale in Marokko zusteuert, summen die Gastgeberstädte vor weit mehr als nur Fußball. In Casablanca und Rabat verwandeln Kunst, Kultur und die Leidenschaft der Fans das Turnier in eine kontinentweite Feier.

Wieder auf dem Platz richtete sich die Aufmerksamkeit auf Casablanca zum Spiel um den dritten Platz zwischen Ägypten und Nigeria.

Nigerias Super Eagles besiegten die Pharaonen knapp und sicherten sich die Bronzemedaille und krönten eine starke Kampagne mit einem Podiumsplatz.

Außerhalb des Stadions refl aktierten nigerianische Anhänger über einen dramatischen Abend.

Ein Fan bestand darauf, dass seine Mannschaft trotz Momenten der Kontroverse ihre Qualität gezeigt habe:

Ich fühle mich glücklich, und wir hätten dieses Spiel gewinnen sollen, aber wieder konnten wir es nicht, weil uns ein Tor verweigert wurde. Es war eindeutig ein Tor, aber uns wurde dies verweigert. Und erneut zeigt es, wie gut wir in diesem Spiel waren. Wir konnten ins Elfmeterschießen gehen. Trotzdem erreichte Nigeria den dritten Platz in diesem Turnier, und es ist gut und ist ein Plus.

Ein weiterer Fan feierte einen wesentlichen Wendepunkt im Spiel:

Unsere Keeper hat Salahs Elfmeter gehalten, und das ist die erste Errungenschaft bei diesem AFCON, und wir sind glücklich. Wir hoffen, Marokko wird das Finale gewinnen.

Nigerias Bronzefinish unterstreicht erneut einen soliden AFCON-Auftritt für eine Mannschaft, die weiterhin Maßstab auf dem Kontinent ist.

Heimische Trainer an der Spitze

Eine der auffälligsten Tendenzen bei AFCON 2025 zeigte sich an der Seitenlinie statt auf dem Platz.

Alle vier Halbfinalisten, Marokko, Senegal, Ägypten und Nigeria, wurden von Trainern der Nationalmannschaften geführt. Das ist ein starkes Signal dafür, wie sich taktisches Wissen und Coaching-Expertise innerhalb der afrikanischen Föderationen entwickelt haben.

Während des Turniers besuchte der Leiter der Globalen Fußballentwicklung der FIFA, Arsène Wenger, die Technical Study Group von AFCON 2025, wo Experten Daten, Taktiken und Trends analysieren, die sich aus dem Wettbewerb ergeben.

Ich war beeindruckt vom Niveau der Trainer, sagte Wenger. Es zeigt, dass es keinen Abstand mehr gibt und dass Informationen heute im modernen Sport sehr schnell zirkulieren und dass jeder auf dem Top-Niveau ist und die marginalen Unterschiede sehr klein sind.

Seine Einschätzung spiegelt einen breiteren Wandel wider: Afrikanische Trainer prägen zunehmend den Fußball auf Top-Niveau auf dem Kontinent und messen sich in Vorbereitung, Anpassungsfähigkeit und taktischer Feinabstimmung weltweit mit ihren Kollegen.

Marokko vs Senegal: Wer wird die Trophäe heben?

Da Nigeria als Dritter feststeht, richten sich nun alle Augen auf das Finale: Marokko vs Senegal.

Die Gastgeber werden versuchen, den Heimvorteil und ein leidenschaftliches Publikum zu nutzen, während Senegal Erfahrung, Physis und eine jüngere Erfolgsgeschichte auf diesem Niveau mitbringt. Beide Teams haben das Turnier hindurch beeindruckt und einander sowie dem Rest des Feldes zu neuen Höhen getrieben.

Die Frage ist nun einfach: Wer wird Afrikas Meister gekrönt?

Während der Kontinent sich auf das endgültige Abpfiff von AFCON 2025 vorbereitet, ist die Geschichte größer als der Pokal allein; es geht um Fußball, Kunst, Identität und eine neue Generation afrikanischer Talente – auf dem Platz und an der Seitenlinie.

Fußball, Kunst und Identität in Rabat

AFCON entfaltet sich nicht nur in den Stadien. In Rabat nutzt die marokkanische Künstlerin und Galeristin Myriem Himmich den Moment des Turniers, um Kreativität und Identität ins Rampenlicht zu rücken.

Himmichs Galerie setzt sich für marokkanische, afrikanische und internationale Künstler ein und hebt geteilte Emotionen und Geschichten hervor, die auf dem Platz widerhallen.

Ein auffälliges Werk, das ausgestellt ist, stammt von Jihane Hasswane, die die „Ausstrahlung der Menschen und Länder“ durch lebendige Kompositionen erforscht. Schmetterlinge in dem Werk sind mit verschiedenen Nationalflaggen gefärbt, was Bewegung, Transformation und die Vielfalt des afrikanischen Spiels symbolisiert.

Wir sehen hier ein Kunstwerk von Jihane Hasswane, das an der Ausstrahlung von Personen und Ländern arbeitet, erklärt Himmich, umgeben von Leinwänden, die die Farbe und Intensität des Turniers widerspiegeln.

Von Galerien bis zu Straßenaufführungen spiegelt die Kulturszene von Rabat die Energie von AFCON wider, ein Hinweis darauf, dass der Wettbewerb ebenso sehr von Identität und Verbindung lebt wie von Ergebnissen.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.