Mit mehr als 51 Millionen monatlich aktiven Nutzern in der EU wird WhatsApp nun als eine „Very Large Online Platform“ (VLOP) eingestuft, was eine neue Ebene regulatorischer Aufsicht bedeutet.
WhatsApp wurde offiziell als eine „Very Large Online Platform“ (VLOP) unter dem Digital Services Act (DSA) der EU klassifiziert, eine Bezeichnung, die die Plattform den strengsten Verpflichtungen zum Schutz ihrer Nutzer durch die Union unterwirft.
Die am Montag angekündigte Maßnahme bedeutet, dass WhatsApp aktiv die Verbreitung von Fehlinformationen und die Beeinflussung der öffentlichen Meinung verhindern muss, während gleichzeitig die psychische Gesundheit der Nutzer geschützt wird, insbesondere die der jüngeren Zielgruppen.
Die Europäische Kommission wird die Plattform und ihre Betriebsabläufe enger denn je überwachen – und falls der Messaging-Dienst gegen die Anforderungen des DSA verstößt, könnte die Kommission eine Geldstrafe von bis zu 6 Prozent des weltweiten jährlichen Umsatzes verhängen.
Es hat nun bis Mitte Mai Zeit, die Regeln einzuhalten.
Die Maßnahmen gelten für sogenannte VLOPs, jene mit mehr als 45 Millionen monatlich aktiven Nutzern in der EU – ungefähr 10 Prozent der Bevölkerung der Union. WhatsApp verzeichnet derzeit einen monatlichen Durchschnitt von 51,7 Millionen.
Auch als VLOPs eingestuft sind Meta-eigene Plattformen Instagram und Facebook, zusammen mit YouTube, LinkedIn, Snapchat, Shein, Wikipedia und zahlreiche pornografische Websites.
Facebook und Instagram sehen sich fortlaufenden Untersuchungen der Kommission gegenüber, bezüglich möglicher Verstöße gegen die DSA-Anforderungen zum Schutz Minderjähriger.
Die Europäische Kommission hat außerdem im Rahmen des DSA eine Untersuchung gegen die Social-Media-Plattform X eröffnet wegen der integrierten Chatbot-Grok’s „Spicy-Modus“-Funktion, die es Nutzern ermöglichte, nicht einvernehmliche sexuell explizite Bilder realer Personen zu erstellen, einschließlich von Kindern.