Habanos S.A. verwies auf die Notwendigkeit, die Qualitätsstandards zu wahren. Ein neuer Termin für die 26. Ausgabe der Veranstaltung wurde noch nicht festgelegt.
Kuba wird in diesem Jahr seine weltberühmte jährliche Zigarrenmesse aufgrund von Treibstoffknappheit infolge eines US-Ölembargos verschieben, wie die Organisatoren am Samstag bekannt gaben. Die Insel erlebt seit einigen Wochen lange Stromausfälle.
In einer offiziellen Erklärung hieß es, dass der Veranstalter der Messe und das globale Monopol für den Verkauf kubanischer Zigarren, Habanos S.A., die Entscheidung getroffen habe, „das hohe Qualitätsniveau der Veranstaltung zu wahren“.
Die Messe ist eine Schlüsselveranstaltung für Zigarrenliebhaber und -händler weltweit, bei der Besucher Tabakplantagen besichtigen, an Auktionen teilnehmen und die neuesten Entwicklungen im handwerklichen Können miterleben.
Die Erklärung von Habanos S.A. setzte kein neues Datum für die 26. Ausgabe der Zigarrenmesse fest.
Im letzten Jahr endete die Veranstaltung mit einer Auktion, bei der 18 Millionen Dollar für eine Charge äußerst begehrter, handgerollter Zigarren gezahlt wurden. Das Unternehmen meldete außerdem Rekordverkäufe von 827 Millionen Dollar im Jahr 2025.
Der Treibstoffmangel hat auch den Tourismus auf der Insel beeinträchtigt, wobei einige Agenturen Reisen stornieren, während die Regierung Hotels schließt und Touristen verlegt, um Strom zu sparen. Mehrere kulturelle Veranstaltungen, darunter eine Buchmesse, wurden ebenfalls verschoben.
Ende Januar drohte der US-Präsident Donald Trump damit, Zölle gegen jedes Land zu erheben, das Öl an Kuba verkauft, während Washington den Druck auf die kommunistische Führung der Insel erhöht, politische und wirtschaftliche Reformen umzusetzen.
Kuba importiert etwa 60 % seines Energiebedarfs und war lange auf Venezuela und Mexiko als Öllieferanten angewiesen, was durch US-Maßnahmen gestört wurde.