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Deutsches ‚DroneHammer‘ bietet kostengünstige Verteidigung gegen Drohnen

27. Februar 2026

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Deutsches Unternehmen Skylance hat seine kostengünstige Anti-Drohnen-Rakete „DroneHammer“ vorgestellt, während Berlin die Befugnisse der Bundeswehr im Rahmen eines reformierten Luftsicherheitsgesetzes ausweitet.

Ein deutsches Unternehmen hat eine laser-geleitete Verteidigungsrakete entwickelt, die Drohnen zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher Systeme außer Gefecht setzen soll, während europäische Behörden zunehmend mit erhöhten Luftbedrohungen für Flughäfen und kritische Infrastruktur umgehen.

Skylance mit Sitz in Hürth, Nordrhein-Westfalen, stellte das System „DroneHammer“ auf der Enforce Tac Fachmesse in Nürnberg vor, wo sich Vertreter der Verteidigungsindustrie drei Tage lang versammelt hatten.

Das Projektil kostet rund 2.500 € pro Einheit, wiegt weniger als ein Kilogramm und hat eine maximale Reichweite von 2.000 Metern. Das Unternehmen behauptet eine Erfolgsquote von 99 %.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen stützt sich die Rakete auf Software-Algorithmen und Bildverarbeitungstechniken statt herkömmlicher Suchköpfe, um Ziele zu erkennen und zu verfolgen.

Wie das System funktioniert

Die Rakete verwendet einen zweistufigen Einsatzprozess. Eine Kamera richtet zu Beginn das Projektil auf das Ziel aus, das es dann autonom verfolgt.

Wenn der Abstand sich ändert, aktiviert ein externer Laserpointer. Das Kamerasystem der Rakete erkennt den Laserpunkt und führt den Angriff aus, indem es sich mit der markierten Position ausrichtet.

Ein Splittermechanismus, der in dem Gefechtskopf eingebaut ist, explodiert mehrere Meter vom Ziel entfernt und setzt die Drohne durch eine konzentrierte Splitterwolke außer Gefecht, während das Risiko von Kollateralschäden minimiert wird.

Das System benötigt keine konventionellen Sprengstoffe. Mehrere Schüsse können abgegeben werden, obwohl eine gegenseitige Beeinflussung der Raketen nicht ausgeschlossen werden kann. Das System kann fast gleichzeitig in verschiedene Richtungen abgefeuert werden.

Skylance entwickelte die Rakete in Partnerschaft mit Mosolf Special Vehicles und Stoof International, einem Spezialisten für bewaffnete Fahrzeuge.

Reform des Luftsicherheitsgesetzes in Arbeit

In dem letzten Jahr war Deutschland mehrfach Ziel von Drohnenüberflügen in unmittelbarer Nähe zu Flughäfen und kritischer Infrastruktur.

Im Dezember 2025 hat der Bundesinnenminister Alexander Dobrindt eine neue Drohnenschutz-Einheit der Bundespolizei in Dienst gestellt. Sie sollen als Spezialeinsatzkräfte ausgebildet werden und in operativen Situationen schnelle Entscheidungen treffen können.

„Wir richten uns nach einem klaren Grundprinzip gegen Drohnengefahren: erkennen, abwehren, eingreifen“, sagte Dobrindt zu der Zeit.


Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) möchte in Deutschland ein neues Drohnen-Abwehrzentrum errichten.


Die Regierung will auf diese veränderte Bedrohungslage reagieren, indem sie das Luftsicherheitsgesetz ändert und die Verteidigungsfähigkeiten des Staates ausweitet.

Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung sollen die Streitkräfte der Bundeswehr dazu befugt werden, Drohnen notfalls zu schießen, um die Bundesländer und die Landespolizeien zu unterstützen, sofern dies der einzige Weg ist, einen besonders schweren Unfall abzuwenden.

Derzeit sind die Polizeibehörden in Deutschland noch für die Gefahrenabwehr zuständig. Zukünftig jedoch werden die Bundesländer in der Lage sein, Unterstützung von der deutschen Bundeswehr anzufordern.

Allein das Verteidigungsministerium wird über den Einsatz entscheiden können, statt wie bisher in Abstimmung mit dem Innenministerium.

Es wird berichtet, dass die Bundeswehr und die Landespolizeien bereits Interesse an dem Skylance-Drohnenabwehrsystem geäußert haben.

Der Bundestag schließt seine Beratungen zu diesem Thema in dieser Woche ab, und die Reform soll am Freitag endgültig verabschiedet werden.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.