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António Lobo Antunes gestorben: Einer der größten portugiesischen Schriftsteller im Alter von 83 Jahren

5. März 2026

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António Lobo Antunes, einer der meistgelesenen, meistverkauften und meistübersetzten Schriftsteller Portugals, ist gestorben. Er war 83 Jahre alt.

António Lobo Antunes, eine Ikone der zeitgenössischen portugiesischen Literatur, ist gestorben, wie sein Verlag, die Leya Group, mitteilte.

Er war 83.

Mit einer Karriere von über 40 Jahren war er einer der meistgelesenen portugiesischen Autoren, und er wandte sich dem Schreiben zu, nachdem er in der Medizin und im Bereich der seelischen Gesundheit gearbeitet hatte.

In Lissabon geboren im September 1942, schloss er sein Medizinstudium an der Faculdade de Medicina in Lissabon ab, wo er sich auf Psychiatrie spezialisierte und mehrere Jahre als Psychiater praktizierte.

Seine literarische Karriere begann nach seinem Militärdienst in Angola im Jahr 1973 während des Kolonialkriegs Portugals, wobei ihn seine Erfahrungen als Feldarzt prägten.

Erst 1979 erschienen seine ersten Bücher, „Memory of an Elephant“ und „The Land at the End of the World“. Im folgenden Jahr erschien auch „Knowledge of Hell“.

Es folgten noch viele weitere Titel – „Fado Alexandrino“ (1983), „As Naus“ (1988), „The Inquisitors‘ Manual“ (1996) und „The Splendour of Portugal“ (1997) –, um nur einige zu nennen –, die seine Stellung als einer der wichtigsten Namen der zeitgenössischen portugiesischen Literatur festigten.


FILE: Antonio Lobo Antunes receives the Camoes Literary Prize from Portuguese President Anibal Cavaco Silva (L) and Brazil President Luiz Inacio Lula da Silva, 25 July 2008


Seit 1985 widmet er sich ausschließlich dem Schreiben; doch zu den wiederkehrenden Themen in seinem literarischen Erbe gehörten auch Portugals Vergangenheit, von den Entdeckungen bis zur Nelkenrevolution im April 1974.

Obwohl einige seiner Bücher auch von den Orten inspiriert wurden, die seine Kindheit und Jugend geprägt haben, wie das Lisboaner Viertel Benfica.

Lobo Antunes‘ Werk, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde, hat im Laufe der Jahre zahlreiche nationale und internationale Ehrungen erhalten, darunter der Juan Rulfo-Preis im Jahr 2008, der Camões-Preis im Jahr 2007, der Jerusalem-Preis im Jahr 2005, der Ovid-Preis im Jahr 2003 und der Europäische Literaturpreis im Jahr 2001.

Im Jahr 2008 wurde ihm außerdem die Auszeichnung Commandeur des Ordre des Arts et des Lettres durch das französische Kulturministerium verliehen.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.