Mindestens sechs Menschen starben und fünf wurden verletzt, nachdem ein Bus in Kerzers, im Kanton Freiburg, in Brand geraten war, was die Polizei als möglichen Anschlag behandelt. Ein terroristischer Akt wurde vorerst ausgeschlossen, so die Behörden.
Sechs Menschen wurden getötet und fünf verletzt, als am Dienstagnachmittag ein Feuer in einem Bus in Kerzers im Kanton Freiburg ausbrach, laut der Kantonspolizei Freiburg.
Drei der Verletzten befinden sich in kritischem Zustand. Unter den Verletzten befand sich ein Notfallsanitäter, der Hilfe leistete, zusammen mit vier Passagieren.
In einem Interview am Mittwochmorgen mit dem Schweizer Nationalsender RTS bestätigte Martial Pugin, der Kommunikationschef der Kantonspolizei Freiburg, dass «eine vorsätzliche Tat das wahrscheinlichste Szenario sei», «derzeit gibt es keinen Hinweis darauf», dass es sich um einen Terroranschlag handele.
Videos, die in den sozialen Medien kursieren, zeigten Flammen, die mehrere Meter hoch aus den Fenstern brachen, und schwarzen Rauch, der in den Himmel aufstieg.
Die Gegend wurde am Dienstag abgesperrt und die Polizei bat die Öffentlichkeit, den Ort zu meiden. Eine Untersuchung wurde eröffnet, um festzustellen, ob das Feuer von einem Passagier entzündet wurde.
Die Ermittler suchen weitere Zeugen, die Informationen über die Momente vor Ausbruch des Feuers geben können.
Es ist der zweite größere Brand mit mehreren Opfern in der Schweiz innerhalb von weniger als drei Monaten.
In den frühen Morgenstunden des 1. Januar brach in einer Bar im Skigebiet Crans-Montana ein Feuer aus, während die Menschen das Neujahrsfest feierten. Insgesamt starben 41 Menschen, weitere 115 wurden verletzt.
«Ich bin schockiert und traurig darüber, dass Menschen in der Schweiz erneut ihr Leben bei einem schweren Brand verloren haben», sagte der Schweizer Präsident Guy Parmelin auf X.
«Die Umstände werden untersucht. Ich möchte den Familien der in Kerzers Verstorbenen mein Beileid aussprechen. Meine Gedanken gelten auch den Verletzten und den Einsatzkräften.»
Der betroffene Bus war ein PostBus, eine Erscheinung des Schweizer Landlebens.
Die markanten gelben Busse bedienen entlegenere Regionen, verbinden sie mit Städten, während sie Briefe und Pakete transportieren.
Sie werden täglich von rund einer halben Million Menschen genutzt, vor allem von Schulkindern.
«Diese tragische Nachricht trifft uns alle tief. Unsere Gedanken gelten den Verletzten und den Familien der Verstorbenen. Ab Mittwoch steht dem Personal ein psychologisches Unterstützungs-Team zur Verfügung», sagte PostBus am Mittwoch, laut der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-ATS.