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Deutsche Rettungskräfte planen Luftkissen-Einsatz zur Rettung von Timmy, dem gestrandeten Wal

17. April 2026

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Der Rettungsversuch, vorgeschlagen von zwei Unternehmern, sieht vor, den Wal mit aufblasbaren Kissen anzuheben und ihn mit Pontons zu transportieren.

Rettungskräfte in Deutschland haben am Donnerstag eine aufwendige Operation aufgegeben, um einen kranken Buckelwal zu retten, der wiederholt vor der Ostseeküste gestrandet war und in den Wochen zuvor landesweit Aufsehen erregt hat.

Der Buckelwal, von den lokalen Medien Timmy genannt, liegt in flachen Gewässern in der Nähe der östlichen deutschen Stadt Wismar und hat sich tagelang kaum bewegt. Viele befürchten, dass er bald sterben könnte.

Experten entwickelten einen ausgeklügelten Plan, die Luftkissen zu verwenden, um das Tier auf eine Plane zu heben, die an zwei Pontons befestigt und an einen Schlepper angelegt wird.

Dieser Plan sollte am Donnerstag in die Tat umgesetzt werden, wurde jedoch nun auf Freitag verschoben.

„Leider haben wir heute Morgen Zeit verloren“, sagte ein Sprecher der Rettungsmission der Zeitung Bild, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.


Ein gestrandeter Wal bläst Wasser, während er sich auf einer Sandbank in Kirchdorf auf der Insel Poel feststeckt, 9. April 2026


Die Ausrüstung wird stattdessen am Donnerstag aufgebaut, aber die eigentliche Bergung wird erst am Freitag beginnen.

Es folgt darauf, dass deutsche Behörden am Mittwoch einen letzten Rettungsversuch zur Rettung von Timmy genehmigt haben.

Der Rettungsversuch, vorgeschlagen von zwei Unternehmern, sieht vor, den Wal mit aufblasbaren Kissen anzuheben und ihn mit Pontons zu transportieren, sagte Till Backhaus, Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

„Wir haben entschieden, dass eine Rettung des Wals, solange er noch am Leben ist, vorgehen kann. Wir eröffnen damit die Möglichkeit, dass das Tier zum ersten Mal in seinen natürlichen Lebensraum zurückkehren kann“, sagte Backhaus.

Die örtlichen Behörden hatten vor zwei Wochen erklärt, dass es nicht mehr möglich sei, den Wal zu retten, nachdem er nahe der Insel Poel, nahe Wismar, gestrandet war.

A Greenpeace boat approaches the humpback whale which is still stuck off near the island of Poel, 1 April, 2026

Ein Greenpeace-Boot nähert sich dem Buckelwal, der noch in der Nähe der Insel Poel festliegt, 1. April 2026


Der 13,5 Meter lange Wal hatte bis dahin mehr als eine Woche an der Ostseeküste Deutschlands umhergetrieben, nachdem er erstmals am 23. März in der Nähe der Stadt Lübeck auf einer Sandbank festgesichtet worden war.

Der Wal blieb feststecken und befreite sich mehrmals wieder, wobei Experten zunächst hofften, er könne seinen Weg zurück zum Atlantik finden.

Aber am 1. April erklärten regionale Behörden, dass sie überzeugt seien, dass das schwer verletzte und verzweifelte Tier sterben werde und nicht mehr gerettet werden könne.

Die Berichterstattung über den Überlebenskampf des Wals und die Rettungsbemühungen hat die deutsche Öffentlichkeit in ihren Bann gezogen, wobei einige Zeitungen ihn „Timmy“ nennen.

Regelmäßige Demonstrationen wurden zugunsten des verunglückten Wesens abgehalten, wobei Demonstranten forderten, die Rettungsbemühungen wieder aufzunehmen, und einige Online-Beiträge richteten Todesdrohungen gegen Beamte.

The signage of a Mediamarkt store in Düsseldorf, 1 August, 2007

Die Beschilderung eines Mediamarkt-Geschäfts in Düsseldorf, 1. August 2007


Frühere Rettungsvorschläge, einschließlich der Nutzung eines Katamarans, wurden ausgeschlossen, weil man zu dem Schluss gekommen war, dass der Wal sie vermutlich nicht überleben würde.

Einer der Unternehmer hinter dem neuen Plan ist Walter Gunz, Gründer der Elektronik-Einzelhandelskette MediaMarkt.

Backhaus sagte, es gebe nun eine „Chance“ für den Wal, doch bleibe er „in einem schwierigen Zustand“ und „ernsthaft krank“.

„Die Prognose ist und bleibt kritisch, das ist völlig klar. Aber es gibt jetzt einen Plan“, sagte er.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.