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Lufthansa verzeichnet Rekordumsatz, warnt vor Treibstoffkosten infolge des Iran-Kriegs, die den Jahresgewinn belasten

12. Mai 2026

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Die Lufthansa-Gruppe hat im Jahr 2025 den bislang höchsten Umsatz erzielt und ihre Ergebnisse im ersten Quartal verbessert, doch der starke Anstieg der Kerosinpreise infolge des Iran-Konflikts zwingt zu Streckenkürzungen und drückt den Jahresgewinn unter die ursprünglichen Prognosen.

Der Anstieg der Kerosinpreise ist zu einer zentralen Sorge der europäischen Reisebranche geworden, wobei sich die Lufthansa im Mittelpunkt dieser Krise wiederfindet.

Die Notwendigkeit, bestimmte Lufträume zu meiden, hat zu längeren Flugzeiten geführt, was den Verbrauch naturgemäß erhöht. Diese angepassten Routen erfordern außerdem mehr Arbeitsstunden des Personals und längere Wartungszyklen, was die Komplexität einer bereits angespannten weltweiten Lieferkette erhöht.

Wie Euronews berichtet, haben globale Fluggesellschaften im Mai bereits rund 13.000 Flüge gestrichen, während Lufthansa allein bis Oktober 20.000 Kurzstreckenflüge gestrichen hat, um den Treibstoffverbrauch zu senken.

Diese Reduzierung der Kapazität ist eine direkte Reaktion auf die unwirtschaftlichen Kosten des Betriebs älterer, weniger treibstoffeffizienter Flugzeuge während Preisspitzen.

Während die Lufthansa es geschafft hat, profitabel zu bleiben, haben die Preisspitzen beim Kerosin das Unternehmen dazu veranlasst, Passagiere dazu zu drängen, ihre Urlaubsbuchungen so früh wie möglich vorzunehmen, um weitere Aufschläge zu vermeiden.

Das Unternehmen investiert derzeit stark in sein Programm zur „Flottenmodernisierung“, um diese Risiken langfristig zu mindern, obwohl die unmittelbaren Auswirkungen der Treibstoffvolatilität weiterhin die Bilanz belasten.

Die Lufthansa bleibt ihren finanziellen Zielen verpflichtet, aber die Volatilität des globalen Ölmarktes bleibt die größte Ungewissheit im Ausblick für 2026.

„Wir sind mit dem ersten Quartal zufrieden […] Gleichzeitig zwingt die aktuelle Situation uns dazu, jeden verfügbaren Hebel rigoros zu prüfen, um Kosten zu senken, die Effizienz zu verbessern und Risiken zu mindern, damit unsere Handlungsfähigkeit erhalten bleibt. Unser Jahresgewinn wird voraussichtlich unter den ursprünglichen Erwartungen liegen“, erklärte CFO Till Streichert.


Parkierte Lufthansa-Flugzeuge am Flughafen Frankfurt, Deutschland, 12. März 2026


Die Lufthansa Group hat eine Rekordleistung gemeldet und mitgeteilt, dass sie den höchsten Umsatz in ihrer Geschichte im Jahr 2025 erzielt hat. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 5% auf 39,6 Milliarden Euro.

Nach den neuesten Zahlen verzeichnete die Fluggesellschaftengruppe zudem ein um 20% höheres Betriebsergebnis im Vergleich zu 2024, was eine robuste Erholung der Nachfrage der Passagiere verdeutlicht.

Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 8%, trotz Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt, einschließlich zusätzlicher Kosten von 1,7 Milliarden Euro infolge volatiler Kerosinpreise und der Aussetzung von Dutzenden von Strecken.

Das Unternehmen hielt seine Kapazität im Großen und Ganzen stabil, wobei ein leichter Zuwachs im Langstreckenverkehr die Kapazitätsreduzierungen in Kurz- und Mittelstrecken ausglich.

Die Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo trugen ebenfalls erheblich zum Ergebnis bei, da die Nachfrage nach Wartung, Reparatur und Instandhaltung (MRO) gestiegen ist, ebenso wie durch die Vermarktung des Frachtraums der ITA Airways.

Die globale Nachfrage nach Flugreisen bleibt hoch und erweist sich auch in Krisenzeiten als robust, da die Lufthansa Group erneut eine starke Sommersaison im Reiseverkehr erwartet.

„Im ersten Quartal haben wir die Finanzergebnisse des Vorjahres deutlich verbessert […] Doch die anhaltende Krise im Nahen Osten, in Verbindung mit steigenden Treibstoffkosten und betrieblichen Einschränkungen, stellt enorme Herausforderungen für die Welt insgesamt, für den globalen Luftverkehr und für unser Unternehmen dar“, sagte CEO Carsten Spohr.

„Wir sind jedoch widerstandsfähig darin, diese Auswirkungen zu absorbieren. Das gilt sowohl für unsere überdurchschnittliche Absicherung gegen Preisschwankungen des Treibstoffs als auch für unsere Multi-Hub-, Multi-Airline-Strategie, die uns größere Flexibilität in unserem Streckennetz und in der Flottenentwicklung ermöglicht“, fügte Spohr hinzu.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.