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3.000 Jahre altes ägyptisches Grab mit lebendigen Jenseitsdarstellungen nahe Luxor entdeckt

15. Juli 2026

Aus der Ramessidenzeit Ägyptens – der Epoche mächtiger Pharaonen wie Ramesses II. – stammt das Grab, das Szenen religiöser Rituale und die Reise ins Jenseits zeigt.

Niederländische Archäologen haben ein bislang unbekanntes, 3.000 Jahre altes Grab in der Nähe von Luxor, Ägypten, entdeckt und dabei lebendige Wandmalereien und Inschriften gefunden, die den Eigentümer als einen Mann namens Paser identifizieren.

Wie kürzlich vom Obersten Rat der Altertümer (SCA) angekündigt wurde, erfolgte die Entdeckung auf der Nekropole Sheikh Abd El-Qurna am Westufer von Luxor, einem Teil der UNESCO-geschützten Thebanischen Nekropole, einer der wichtigsten Begräbnisstätten Ägyptens für Priester und hochrangige Beamte.

Das Team der Ausgrabung geht anhand des Stils der Dekoration davon aus, dass das Grab in die Ramessidenzeit (ca. 1292–1069 v. Chr.) fällt.

Es wurde von einer niederländischen archäologischen Mission der Universität Leiden unter der Leitung von Carina van den Hoven freigelegt, die die Stätte seit 2018 gemeinsam mit dem SCA ausgräbt.

Das Grab hat denklassischen Aufbau einer Bestattung aus dem Neuen Reich, mit einem offenen Vorhof, der zu einer in Fels gehauenen Kapelle und zu unterirdischen Grabkammern führt.

Im Inneren zeigen erhaltene bemalte Szenen Paser, der ägyptische Götter anbetet und neben seiner Frau an einem Opferaltar sitzt, Bilder, die dem Verstorbenen eine ewige Versorgung mit Nahrung und Trank im Jenseits vermitteln sollen.

Weitere der bemalten Dekorationen dürften freigelegt werden, während Konservatoren eine dünne Schicht Erde von Teilen der Wände entfernen.

„Das Team wird weiterhin das Grab dokumentieren und untersuchen, um die darin Begrabenen zu identifizieren und ihre Identitäten zu rekonstruieren“, sagte Hisham Al-Leithy, Generalsekretär des SCA.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.