Ein Feuer brach am Freitagabend in den Bergen über Tignale aus. Rettungskräfte evakuierten etwa 200 Personen und überprüften Ferienhäuser, die von Touristen genutzt werden.
Ein größerer Waldbrand brach am Freitagabend im Alto Garda aus, in den Tignale-Bergen am westlichen Ufer des Gardasees. Feuerwehrleute, Zivilschutzteams, Wald-Carabinieri und Freiwillige Feuerwehren sind vor Ort, um das Gebiet zu sichern. Die Reaktion wird vom Bürgermeister von Tignale, Daniele Bonassi, koordiniert, der die Szenen als „erschreckend“ beschrieben hat.
Der Brand ist noch nicht unter Kontrolle, weil Winde von bis zu 40 Kilometern pro Stunde die Richtung der Flammen rasch verändern. Das Gebiet hat in den letzten Wochen unter einer erheblichen Dürre gelitten, wodurch die Vegetation trocken und hochgradig feuergefährlich ist. Heute Morgen wurden auch zwei Canadair-Wasserbombenflugzeuge eingesetzt, um die Flammen zu stoppen.
Die Behörden haben die Evakuierung von 200 Personen angeordnet. Über Nacht wurden Gäste aus Ferienhäusern und der Residenz „La Forca“ evakuiert, die viele italienische und ausländische Touristen beherbergt. Rettungskräfte gehen Haus für Haus ab, weil manchmal unklar ist, welche Immobilien derzeit bewohnt sind oder von Touristen genutzt werden. Bislang wurden keine Verletzungen gemeldet.
Die Ursache des Brandes ist weiterhin unklar, und vorerst konzentrieren sich die Rettungsbemühungen darauf, die Flammen einzudämmen.