Ein Reisebus, der vermutlich Touristen durch eines der landschaftlich schönsten Alpentäler der Schweiz befördern sollte, ist nahe dem Eingang zum Schweizer Nationalpark verunglückt.
Der Unfall ereignete sich diese Woche auf einer Bergstraße im östlichen Schweizer Kanton Graubünden und forderte laut Polizei am Freitag fünf Tote und 40 Verletzte.
Der Unfall ereignete sich am Donnerstag auf einem Straßenabschnitt, der die Dörfer Susch und Zernez verbindet, tief im Engadin-Tal.
„Der niederländische Reisebus war gegen 16.45 Uhr von Zernez in Richtung Susch unterwegs. In der Nähe des Dorfes Less geriet er in einen Baustellenbereich der Fahrbahn und überschlug sich. Von den 45 Erwachsenen an Bord starben fünf“, hieß es in dem Polizeibericht.
„Drei Menschen wurden schwer verletzt, sieben mittelschwer und 30 leicht“, fügte die Mitteilung hinzu.
Der niederländische Verband der Reisebüros (ANVR) sagte der AFP, der Bus gehöre zu dem Reiseunternehmen Oad, und dass alle Passagiere aus den Niederlanden stammten.
Fernsehaufnahmen von Schweizer Sendern zeigten Rettungskräfte, die sich am Ort des Unglücks sammelten und rund um den auf der Böschung neben der Fahrbahn liegenden Bus arbeiteten. Hubschrauber landeten in der Nähe, um bei den Einsätzen zu helfen.
Nach Angaben des ANVR verließ der Bus am Montag die Niederlande und befand sich auf einem Tagesausflug von Österreich in die Schweiz, als der Unfall geschah.
Zernez liegt am Tor zum Schweizer Nationalpark, einem rauen Alpenreservat von mehr als 100 Quadratkilometern in der Engadin-Region, und ist ein beliebter Ausgangspunkt für Besucher, die die Region erkunden.
Die Polizei sagte, die Untersuchung der Unfallursache sei noch im Gange.