Haftungsausschluss: Diese Website steht in keiner Verbindung zur Deutsche Bahn AG oder deren Tochtergesellschaften. S-Bahn Hamburg ist ein unabhängiges, privat betriebenes Online-Magazin und nicht Teil der Deutschen Bahn-Gruppe.

Benzin und Diesel in Europa: Wo liegen die höchsten und niedrigsten Preise?

12. April 2026

Benzin- und Dieselpreise sind in ganz Europa seit der Eskalation der Krise im Nahen Osten deutlich gestiegen. Euronews Business wirft einen genaueren Blick auf die neuesten Kraftstoffpreise.

Die Brent-Rohölpreise lagen in letzter Zeit über 100 US-Dollar, nach dem gemeinsamen US-Israel-Streik gegen den Iran. Die Kraftstoffpreise für Verbraucher sind aufgrund der Krise im Nahen Osten ebenfalls deutlich gestiegen.

In der EU liegen die Benzinpreise Anfang April etwa 15% höher und die Dieselkosten etwa 30% höher als Ende Februar 2026.

Was sind also die neuesten Kraftstoffpreise in Europa? Wo sind Benzin und Diesel am billigsten bzw. am teuersten?

Nach dem von der Europäischen Kommission am 2. April 2026 veröffentlichten Weekly Oil Prices Bulletin liegt der Durchschnittspreis für Euro-Super 95-Benzin in der EU bei 1,871 €/Liter, während Diesel (Gasöl) 2,076 €/Liter kostet. Diese Preise spiegeln die Situation vom 30. März wider.

Am teuersten Diesel in den Niederlanden, Dänemark und Deutschland

Innerhalb der EU reichen die Dieselpreise pro Liter von 1,21 € in Malta bis 2,46 € in den Niederlanden.

Neben den Niederlanden liegen die höchsten Dieselpreise in Dänemark (2,36 €), Deutschland (2,29 €), Finnland (2,27 €) und Belgien (2,23 €).

Dieselpreise liegen außerdem über dem EU-Durchschnitt in Österreich (2,20 €), Frankreich (2,19 €), Irland (2,18 €), Schweden (2,15 €), Litauen (2,12 €) und Griechenland (2,12 €).

Billigster Diesel in Malta, Ungarn und Slowenien

Malta ist eine Ausreißerin, mit den niedrigsten Dieselpreisen von 1,21 € pro Liter; die nächstbilligeren Länder sind Ungarn (1,62 €), Slowenien (1,62 €) und Bulgarien (1,62 €).

Es liegt auch unter 2 € pro Liter in der Slowakei (1,69 €), Spanien (1,78 €), Zypern (1,84 €), Kroatien (1,88 €) und Tschechien (1,97 €).

Höchste Benzinpreise spiegeln Diesel-Preisköpfe wider

Die Benzinpreise (Euro-Super 95) pro Liter reichen von 1,34 € in Malta bis 2,33 € in den Niederlanden. Dies zeigt, dass sowohl Benzin- als auch Dieselpreise in denselben Ländern am höchsten bzw. am niedrigsten sind.

Die Länder mit den höchsten Benzinpreisen ähneln weitgehend denen für Diesel. Ein Liter Euro-Super 95 kostet 2,23 € in Dänemark, 2,13 € in Deutschland und 2,05 € in Finnland.

Die Benzinpreise liegen auch in Griechenland (2,05 €) und Frankreich (2,01 €) über 2 € pro Liter.

Während Malta (1,34 €) den niedrigsten Benzinpreis in der EU hat, ist es kein Ausreißer wie bei Diesel, da Bulgarien mit 1,44 € dicht dahinter liegt.

Euro-Super 95-Preise liegen auch in Slowenien (1,51 €), Ungarn (1,54 €), Spanien (1,56 €), Slowakei (1,58 €) und Zypern (1,58 €) unter 1,60 € pro Liter.

LPG-Motorverbrauch

Im Durchschnitt lag der Preis für LPG-Motorenkraftstoff in der EU bei 0,841 €/Liter. Italien (0,66 €/Liter) hat den niedrigsten Preis, während Kroatien (1,26 €/Liter) den höchsten hat.

Verglichen man die Kraftstoffpreise vor dem US–Israel-Streit, der am 28. Februar 2026 begann, mit Anfang April, stieg der Benzinpreis von 1,64 € am 23. Februar auf 1,87 € am 30. März.

Im selben Zeitraum stieg der Diesel von 1,59 € auf 2,08 €. Dies entspricht einem Anstieg von 14% bei Benzinpreisen und 30% bei Dieselpreisen.

Anteil der Steuern an den Kraftstoffpreisen

Ein erheblicher Anteil der Kraftstoffpreise in Europa stammt aus Steuern. Der Euronews Business-Artikel „Wer zahlt die meiste Kraftstoffsteuer in Europa?“ untersucht den Steueranteil basierend auf Preisen vom 16. März 2026.

Zu diesem Zeitpunkt machten Steuern 44,6% der Dieselpreise und 52,1% der Benzinpreise aus. Der höchste Steueranteil für Benzin befindet sich in Slowenien (54,8%), während Bulgarien (43,9%) den niedrigsten hat.

Für Diesel liegt der höchste Anteil in Malta (54,3%) und der niedrigste in Estland (37,6%).

Die Gesamtsumme der in Euro gezahlten Steuern kann von diesen Anteilen abweichen, da vor Steuern kalkulierte Kraftstoffpreise in den Ländern stark variieren.

Im Jahr 2024 führten laut Eurostat 66,6% der Neuzulassungen von Fahrzeugen zu Benzinmotoren, 16,9% zu Dieselmotoren und 13,5% zu rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.