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Dem Erscheinungsbild treu bleiben: Griechenland enthüllt Parthenon-Fassade nach 220 Jahren

22. Juni 2026

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Zum ersten Mal seit rund 220 Jahren kann die Westfassade des Parthenons in Griechenland in ihrer umfassendsten Form gesehen werden. Außerordentliche Gerüste wurden nun dauerhaft vom Denkmal entfernt, was einen wichtigen Schritt in seiner langjährigen Restaurierung markiert.

Griechenland markiert einen bedeutenden Meilenstein mit dem Abschluss der Arbeiten zur Offenlegung des westlichen Giebels des Parthenons. Zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahrhunderten ist das bekannteste Monument des Landes nun endgültig frei von externen Gerüsten.

Die Restaurierung der Orthostaten des Tympanons stellte eine der komplexesten Interventionen der letzten Jahre für den Restaurierungsdienst der Akropolis-Stätten (YSMA) dar.

Nach Angaben des griechischen Kulturministeriums erforderte das Projekt hochspezialisierte technische Lösungen und absolute Präzision in jeder Phase des Prozesses, von der Bearbeitung des neuen Marmors bis zum Heben an seinen Platz und dem Anbringen am Denkmal.

Das große Orthostat des Westgiebel wurde durch Verkleben der verbleibenden antiken Fragmente auf seine ursprüngliche Geometrie zurückgeführt und durch neues Marmor ergänzt, während das zweite vollständig aus neuem Marmor gefertigt wurde. Für die endgültige Platzierung der Blöcke wurde ein neues funktionsfähiges Gerüstsystem installiert, das den strengsten modernen Sicherheitsstandards entspricht und ästhetisch an das Monument angepasst ist.


DATEI: Der Parthenon in Athen


Die Kulturministerin Lina Mendoni bemerkte:„Heute sprechen wir über den Abschluss einer äußerst anspruchsvollen Restaurierungsmaßnahme, dank derer der Westgiebel des Parthenons in rund 220 Jahren in seiner umfassendsten Form präsentiert wird. Der Anblick ist wirklich atemberaubend. Der Giebel, den Generationen griechischer Bürger und Besucher aus der ganzen Welt daran gewöhnt waren, unvollständig zu sehen, gewinnt seine architektonische Einheit erneut. Die beiden neuen Orthostaten, die in ihre freien Positionen eingesetzt wurden, schließen nicht einfach eine morphologische Lücke. Sie ermöglichen es, erneut die einzigartigen Proportionen und die geometrische Perfektion der Westfassade des Parthenons hervorzuheben.“

Der Abschluss des Programms zur Restaurierung der Westfassade wurde im Rahmen eines Projekts durchgeführt, das durch die Recovery and Resilience Facility finanziert wurde.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.