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Deutsche Polizei verhaftet fünf Männer wegen Schmuggels von Gütern im Wert von 30 Millionen Euro nach Russland

2. Februar 2026

Die deutschen Behörden nahmen am Donnerstag fünf Männer fest, die mutmaßlich ein Netzwerk betrieben, das Waren im Wert von mindestens 30 Mio. Euro an rund 20 russische Verteidigungsunternehmen schmuggelte und gegen EU-Sanktionen verstieß. Die Verdächtigen nutzten Briefkastenfirmen und führten rund 16.000 Lieferungen durch. Fünf weitere Verdächtige bleiben auf freiem Fuß.

Die deutschen Behörden nahmen am Donnerstag fünf Männer fest, die mutmaßlich ein kriminelles Netzwerk betrieben, das Waren im Wert von mindestens 30 Mio. Euro an russische Verteidigungsunternehmen schmuggelte und dabei EU-Sanktionen verletzte.

Die Bundesanwaltschaft sagte, dass die Verdächtigen über ein in Lübeck ansässiges Handelsunternehmen operierten und Frontfirmen sowie Kunden in und außerhalb der Europäischen Union nutzten, um das System zu verschleiern. Dem Netzwerk wird vorgeworfen, rund 16.000 Lieferungen nach Russland organisiert zu haben.

Die Festnahmen erfolgten in Lübeck im Norden Deutschlands und im Landkreis Herzogtum Lauenburg. Gleichzeitig wurden Durchsuchungen in Lübeck, Frankfurt am Main, dem Landkreis Nordwestmecklenburg, Nürnberg und dem Landkreis Ostholstein durchgeführt.

Fünf weitere Verdächtige bleiben auf freiem Fuß.

Die Festgenommenen sollen am Freitag vor einem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof erscheinen, der darüber entscheiden wird, ob Haftbefehle erlassen werden.

Die Bundesanwaltschaft sagte, dass das Netzwerk Unterstützung von russischen Staatsstrukturen hatte und mindestens 20 sanktionierte russische Verteidigungsunternehmen als Endkunden identifiziert worden seien.

Die Verdächtigen stehen im Verdacht, Güter für die russische Industrie beschafft und nach Russland exportiert zu haben, um EU-Embargoregeln zu umgehen.

Behörden ordneten eine Vermögenssperre von 30 Millionen Euro an, um mögliche Ansprüche zu sichern. Die Ermittlungen wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesnachrichtendienst durchgeführt, während operative Ermittlungen vom Zollkriminalamt geführt wurden.

Die Festnahmen fallen in eine Zeit, in der europäische Staaten verstärkt daran arbeiten, Sanktionsevasionsnetzwerke zu bekämpfen, die Russlands militärisch-industriellen Komplex beliefern, während der anhaltende All-out-Krieg in der Ukraine sein vierjähriges Bestehen nahezu erreicht hat.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.