Nikosia auf Zypern wurde von European Best Destinations für ihr ganzjähriges Programm von Festivals und Veranstaltungen gelobt.
Die Einführung von Billigflügen revolutionierte die Art zu reisen und eröffnete vielen Kurztrips in nahegelegene europäische Städte.
Anstatt einer Woche in der Sonne am Strand zu faulenzen, suchen Reisende nach kulturellen Erlebnissen, besuchen Museen und historische Stätten, bevor sie lokale Gerichte genießen.
Für diejenigen, die ihren nächsten Städtetrip planen, sollte Nikosia laut European Best Destinations auf der Besuchsliste für 2026 stehen.
Die Website, die seit 2009 jedes Jahr die Top-Destinationen des Kontinents für Reisen mit Fokus auf Strände, Skigebiete, Roadtrips und mehr benennt, ernannte die Hauptstadt Zyperns in diesem Jahr zur führenden Kultur-Destination.
Was man im kulturellen Nikosia erkunden kann
Gelobt von European Best Destinations für seine „Vermischung aus Erbe und zeitgenössischer Kreativität“, ist Nikosia kompakt und fußläufig gut erreichbar.
Seit 3000 v. Chr. ununterbrochen bewohnt, ist die Altstadt von Nikosia einer der besten Orte, um in die Geschichte der Stadt einzutauchen, umgeben von venezianischen Mauern, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen.
Hier kann man zwischen Museen und Galerien wie dem Museum der byzantinischen Kunst, dem Leventis Museum, das die Geschichte der Stadt nachzeichnet, und dem Cyprus Museum, dem ersten archäologischen Museum des Landes, spazieren.
Nikosia wurde auch für sein ganzjähriges Programm von Musik, Tanz, Film und Kunstveranstaltungen gelobt, wobei European Best Destinations feststellte, dass diese für die Identität der Stadt „zentral“ seien.
Zu den jährlichen Veranstaltungen, die man nicht verpassen sollte, gehören das Faneromeni Arts Festival, das jeden Sommer stattfindet, das Cyprus International Film Festival und die verschiedenen Weihnachtsdorf-Pop-ups.
Andere Top-Destinationen für Kultur in Europa
Der zweite Platz der Rangliste ging an Florenz in Italien, das die Liste dank seiner klassischen Kunstszene – zu sehen Werke von Größen wie Botticelli, Michelangelo und Leonardo da Vinci in den Uffizien und der Galleria dell’Accademia – sowie seiner zeitgenössischen Szene verdankt, wie sie in Galerien wie Centro Pecci und der Aria Art Gallery zu sehen ist.
Wie erwartet trug auch die Küche – die gerade in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde – zur kulturellen Anziehung der Stadt bei, mit Gerichten wie Ribollita-Suppe, Pappardelle al cinghiale und Pistaziengelato.
Eine weitere italienische Stadt – Verona – schaffte es ebenfalls auf die Liste und belegte den sechsten Platz.
Die österreichische Hauptstadt Wien schaffte es auf den dritten Platz, dank ihres Museumsquartiers und ihrer Paläste. Die Top Ten wurde durch Leuven in Belgien (4.), Šibenik in Kroatien (5.), Tomar in Portugal (7.), Rouen in Frankreich (8.), Oxford im Vereinigten Königreich (9%) und Graz in Österreich (10%) vervollständigt.
Wie die Rangliste festgelegt wird
Unter Berücksichtigung von Informationen wie Museumsdichte, der Vielfalt kultureller Unternehmungen und dem Festivalkalender der Stadt wird eine Longlist von 40 Städten erstellt.
Aus diesem Pool von Städten ziehen die Experten von European Best Destinations dann zehn herausragende heraus, indem sie das Besuchererlebnis, den Kulturerbewert und die zeitgenössische kreative Szene bewerten.
Mehr als 22.000 Reisende aus 131 Ländern wurden dann gebeten, diese Städte danach zu bewerten, wie sehr sie sie im kommenden Jahr besuchen möchten, wie authentisch die Stadt ist und ihre allgemeine kulturelle Attraktivität.
Diese Bewertungen dienen der Erstellung eines Reisenden-Scores, der mit dem Experten-Score kombiniert wird, um den endgültigen Kultur-Score von 20 zu ergeben.