Eine erste Tranche von Akten, die bis 1948 zurückreichen, wurde veröffentlicht, um mehr Transparenz in Bezug auf unbekannte Flugobjekte zu schaffen. Obwohl das Archiv ungewöhnliche Sichtungen enthält, die von Astronauten und Piloten gemeldet wurden, enthält es keinen endgültigen Beweis für außerirdisches Leben.
Das Pentagon hat damit begonnen, Akten zu UFOs freizugeben, dem Akronym für unbekannte Flugobjekte, die auch als ‚Unidentified Anomalous Phenomena (UAP)‘ bezeichnet werden, und bedient damit die öffentliche Neugier.
Die erste Tranche umfasst 162 deklassifizierte Akten, die sich über den Zeitraum von 1948 bis 2026 erstrecken, darunter 120 PDFs, 28 Videos und 14 Bilder von Behörden wie dem Verteidigungsministerium, dem FBI, der NASA und dem Außenministerium. Sie besteht aus alten Kabeln des Außenministeriums, FBI-Dokumenten und NASA-Transkripten bemannter Raumflüge.
Die Dokumente enthalten mehrere Seiten, die sich auf eine Referenz zu einem mutmaßlichen UFO-ähnlichen Fluggerät beziehen, das von den Nazis verwendet wurde, die im Zweiten Weltkrieg stark in die Entwicklung neuer Waffentechnologien investierten, einschließlich sogenannter Wunderwaffen, die dazu bestimmt waren, den Verlauf des Krieges zugunsten Deutschlands zu wenden.
Letztlich konnten diese Waffen nicht in ausreichender Menge hergestellt werden, um den Verlauf des Krieges decisiv zu beeinflussen, obwohl das Regime enorme Anstrengungen in ihre Entwicklung investierte.
Hatten die Nazis ein UFO?
FBI-Dokumente besagen, dass ein Mann namens Paul Peyerl Informationen geliefert hat, die darauf hindeuten, dass die Nazis das Flugzeug im Schwarzwald im Jahr 1944 gebaut haben.
„Während dieser Zeit beobachtete er das oben beschriebene Fluggerät. Es war scheibenförmig, etwa 6,5 Meter im Durchmesser, ferngesteuert und mit mehreren Triebwerken am äußeren Rand der Struktur ausgestattet. Er beschrieb außerdem, wie der äußere Abschnitt sich um eine zentrale Kuppel drehte, die selbst stationär blieb“, heißt es in dem Dokument, unter anderem.
Peyels Auftrag bestand darin, das Objekt während des Flugs zu fotografieren. Er erklärte, dass er ein Negativfoto in einer Höhe von 7.000 Metern behalten habe. Eine Xerox-Kopie dieses Negativs, die von Peyerl bereitgestellt wurde, befindet sich auf der letzten Seite dieses Dokuments. Ebenfalls auf der letzten Seite befindet sich ein Standbild, das er angeblich „unter Lebensgefahr“ aufgenommen hat und das das Objekt in einer Halle zeigt.
Nach Angaben von Peyerl wurde das beschriebene Flugzeug von einem deutschen Ingenieur namens Kuehr (Vorname unbekannt) entworfen und gebaut, dessen derzeitiger Aufenthaltsort ihm unbekannt ist. Er vermutete, dass Kuehr von den Alliierten nach Kriegsende festgenommen wurde. Peyerl erklärte außerdem, dass Kuehr zuvor versucht habe, einer Einberufung in die deutsche Wehrmacht zu entgehen, aber von der Gestapo festgenommen worden sei.
Das FBI erklärt ausdrücklich, dass diese Dokumente weder Empfehlungen noch Schlussfolgerungen der Bundesbehörde enthalten. Das macht es nahezu unmöglich festzustellen, ob eine sogenannte Nazi-UFO tatsächlich existierte oder nicht.
Retro-Website zur Darstellung von Beweisen
Die neu enthüllte Website, auf der diese Dokumente untergebracht sind, wirkt deutlich retro, mit auf der Seite prominent gezeigten schwarz-weißen Militärbildern von Flugobjekten und Aussagen in einer Schriftart, die einer Schreibmaschine ähnelt.
Obwohl einige interessante Sichtungen gezeigt werden, wie ein helles Objekt, das über Kasachstan 90-Grad-Wendungen machte, und Buzz Aldrin, der während Apollo 11 eine Lichtquelle beobachtete, gibt es keine konkreten Beweise für außerirdisches Leben oder Technologie.
Einige Mitglieder des US-Kongresses fordern weitere Offenlegung.
Außerdem bleiben viele der Dokumente teilweise geschwärzt, um Identitäten und Standorte zu schützen, und ein Großteil des Materials gilt weitgehend als ungeklärt und unauffällig oder wurde in der Vergangenheit öffentlich diskutiert.
Die Veröffentlichung zielt darauf ab, Transparenz zu fördern, obwohl Experten warnen, dass diese Videos missinterpretiert werden können.
Präsident Donald Trump sagt in einem Beitrag am Freitag auf Truth Social, dass die Freigabe der Akten den Menschen ermögliche, selbst zu entscheiden.
Mögliche lineare Objekte, Punkte, die physische Objekte sein könnten
Die jüngsten ‚Enthüllungen‘ sind bestenfalls vage.
Ein Dokument schildert ein FBI-Interview mit einer als Drohnenpilot identifizierten Person, die im September 2023 berichtete, ein „lineares Objekt“ mit einem Licht gesehen zu haben, das hell genug war, um „Bänder im Licht“ am Himmel zu sehen.
„Das Objekt war fünf bis zehn Sekunden sichtbar, dann erlosch das Licht, und das Objekt verschwand“, so das FBI-Interview.
Eine weitere Datei ist ein NASA-Foto aus der Apollo-17-Mission im Jahr 1972, das drei Punkte in einer dreieckigen Formation zeigt.
Das Pentagon sagt in einer begleitenden Bildunterschrift, dass „kein Konsens über die Art der Anomalie besteht“, aber dass eine neue, vorläufige Analyse darauf hindeutet, dass es sich um ein „physisches Objekt“ handeln könnte.