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Frankreichs Macron lehnt Aufhebung der Sanktionen gegen Russland ab

12. März 2026

Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte außerdem, er habe „keine Bestätigung“, dass der Iran Seeminen in der Straße von Hormus verlegt.

Nach einem Treffen der G7-Führer sagte der französische Präsident Emmanuel Macron, dass die derzeitige Energiekrise, die aus dem Iran-Krieg resultiert, nicht zu einer Änderung der Sanktionen gegenüber Moskau führen sollte.

Die Störung in der Straße von Hormus und die stark steigenden Ölpreise rechtfertigen keinesfalls die Aufhebung der Sanktionen, die gegen Russland verhängt wurden, erklärte Macron.

Auf militärischer Seite warnte Macron zudem davor, die Fähigkeiten Irans zu unterschätzen, trotz der jüngsten Angriffe der USA und Israels auf iranische Ziele.

„Es wurden heute bereits erhebliche Schäden an Irans ballistischen Militärfähigkeiten angerichtet, aber er greift weiterhin mehrere Länder in der Region an und daher sind seine Fähigkeiten keineswegs auf null reduziert“, sagte er.

Macron sagte auch, es liege an US-Präsident Donald Trump, die nächsten Schritte im Konflikt zu klären, und forderte Washington auf, „seine endgültigen Ziele und das Tempo, das es den Operationen geben will, zu verdeutlichen.“

Die Gruppe der Sieben (G7) vereint die Vereinigten Staaten, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Italien.

Frankreich bekleidet derzeit die wechselnde Präsidentschaft der Gruppe. Macron rief zu den Gesprächen zusammen, um eine koordinierte Reaktion auf die Krise und die steigenden Energiepreise zu ermöglichen.

Die Straße von Hormus im Zentrum der Spannungen

Die Situation in der Straße von Hormus, durch die üblicherweise rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung fließt, bleibt eine zentrale Sorge für die Energiemärkte und die Schifffahrtsbranche.

Macron sagte, er habe keine Bestätigung dafür, dass der Iran in diesem Gebiet Seeminen eingesetzt habe.

Seine Äußerungen kamen trotz der Ankündigung der USA, dass sie 16 iranische Schiffe zerstört hätten, die in der Nähe der Straße von Hormus Seeminen legen könnten.

Trump hatte davor gewarnt, dass der Iran „unvorhergesehene militärische Konsequenzen“ zu spüren bekommen würde, falls er die Wasserstraße minen sollte.

Für Macron seien die Bedingungen jedoch nicht gegeben, damit der Schiffsverkehr zur Normalität zurückkehren könne, da die Straße von Hormus ein „Kriegs-Schauplatz“ sei.

Neben den Ölmärkten stören die Spannungen auch andere wichtige globale Rohstoffe, darunter Düngemittel, deren internationale Lieferketten betroffen sind — eine Entwicklung, die direkte Folgen für Landwirte und die globale Nahrungsmittelproduktion haben könnte.

Angesichts der eskalierenden Krise forderte Macron zudem einen „ Waffenstillstand so bald wie möglich“, und warnte, dass ein länger andauernder Konflikt die weltweite Wirtschafts- und Sicherheitslage weiter verschlechtern würde.

IEA setzt 400 Millionen Barrel aus globalen strategischen Reserven frei

In Bezug auf die Entscheidung der International Energy Agency, 400 Millionen Barrel Öl aus ihren globalen strategischen Reserven freizugeben, erklärte Macron, dass Frankreich zu diesem Vorhaben beitragen werde, aber schrittweise.

Der französische Präsident sagte, Paris werde bis zu 14,5 Millionen Barrel eigener strategischer Reserven freisetzen, und fügte hinzu, dass der Schritt schrittweise erfolgen werde. Er betonte auch, dass Frankreich nach wie vor über eine erhebliche Menge an Reserven verfügt.

Ziel der Maßnahme ist es, die internationalen Preise zu senken, zu einem Zeitpunkt, an dem schätzungsweise rund 20 Prozent der weltweiten Ölproduktionskapazität aufgrund der wachsenden Spannungen in der Region gestört oder vom Markt genommen ist.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.