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Georgisches Dorf belebt Berikaoba – ein antikes heidnisches Frühlingsfest

24. Februar 2026

Georgien erwacht jeden Frühling zu Lärm und Farben in Didi Chailuri. Für einen Tag rennen maskierte Darsteller namens Berikas von den Hügeln herab und füllen die Straßen dieses Kakheti-Dorfs. Sie schreien, knallen Peitschen und beschmieren sich mit Schlamm, dann klopfen sie an Tore, um Brot, Wein und Süßigkeiten zu sammeln. Das Ritual heißt Berikaoba, ein uraltes Fruchtbarkeitsfest, das vermutlich vor dem Christentum existierte.

Nika Saginashvili trägt die Maske seit 16 Jahren. Er sagt, ein Berika müsse weiterlaufen, egal welches Wetter, aber Kinder niemals erschrecken. Der Brauch erlosch in der Sowjetzeit. Er wurde von der örtlichen Lehrerin Eka Veshapidze wiederbelebt, die die Nachbarn neu organisierte und die Jugendlichen wieder ins Dorf holte. Am Abend teilt das Dorf Kada, Pelamushi und Chidaoba-Ringen, bis wieder Ruhe einkehrt.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.