Berichte aus dem Iran deuten darauf hin, dass ein Bürger namens Hesam Alaeeddin, Sohn des Gründers des Alaeddin Mall in Teheran, bei der Festnahme durch Sicherheitskräfte getötet worden ist.
Ein iranischer Geschäftsmann ist infolge von Prügeln während der Haft gestorben, berichtete die Menschenrechtsorganisation Abdorrahman Boroumand Foundation.
Der Bericht besagt, dass Hesam Alaeedin sich an die Sicherheitsbehörden wandte, um den Status seines inhaftierten Bruders zu klären.
Die Menschenrechtsorganisation fügte hinzu, dass Alaeddins Bruder der Nutzung von Starlink-Geräten zum Internetzugang beschuldigt worden sei, und dass auch er von Sicherheitsbeamten Gewalt erlitten habe.
Euronews konnte die Berichte aufgrund von Internet-Ausfällen und Beschränkungen im Iran nicht unabhängig verifizieren, während die offizielle Position der Justiz unklar bleibt.
Der genaue Zeitpunkt des Todes von Hesam Alaeedin und der Verhaftung seines Bruders ist nicht bekannt, aber einige unbestätigte Berichte sagen, dass seine Leiche letzten Mittwoch nach Übergabe an seine Familie beigesetzt wurde.
Hesam Alaeedin, 40 Jahre alt, Vater von zwei Kindern, war Mitglied der bekannten Alaeedin-Familie, nach der in Teheran ein Einkaufszentrum benannt ist. Genau an diesem Ort brachen im Dezember des vergangenen Jahres Proteste gegen steigende Preise und Inflation aus und verbreiteten sich rasch auf andere Städte im Iran.
Die iranischen Behörden haben vor 64 Tagen den Internetzugang unterbrochen, zeitgleich mit dem Militärangriff der Vereinigten Staaten und Israels.
In diesem Zeitraum ist der Großteil der Bevölkerung vom globalen Internet abgeschnitten worden, während nur eine sehr kleine Zahl wohlhabender Menschen Berichten zufolge Starlink-Geräte über inoffizielle Kanäle erwerben konnte, wodurch der Großteil der Bevölkerung ohne Verbindung blieb.
Unterdessen haben iranische Beamte darauf hingewiesen, dass Eigentümer und Nutzer von Starlink-Geräten mit rechtlichen Schritten rechnen müssen.