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Großbrand auf der griechischen Insel Paros – Dörfer evakuiert

1. August 2026

Der Waldbrand brach über Nacht erneut aus und breitete sich über den Süden von Paros aus. 66 Feuerwehrleute und sieben Luftfahrzeuge sind im Einsatz, während neue Verstärkungen die Insel erreichen, bevor am Mittwoch stärkere Winde vorhergesagt werden.

Ein großer Waldbrand auf Paros wütet zum zweiten Tag, wobei Einsatzkräfte mehrere Fronten im Süden und Südosten einer der beliebtesten Urlaubsinseln Griechenlands bekämpfen.

Die Operation wurde am Mittwoch früh deutlich verstärkt, nachdem der Brand über Nacht erneut aufflammte und die Behörden sukzessive Evakuierungsanordnungen für Einwohner und Besucher in insgesamt zehn Gebieten erließen.

Die Behörden bleiben vor allem besorgt über die starken nördlichen Winde, die den Zugang für Bodenkräfte behindern und Funken über lange Distanzen tragen, wodurch neue Brandherde entstehen.

Wiederaufleben nach Sonnenuntergang

Der Brand brach am Dienstagmittag im Gebiet Kampi in der Nähe der Deponie von Paros aus und brannte zunächst Müll und niedriges Buschwerk.

Die Flammen breiteten sich rasch durch trockenes Gras, Ackerland und unebenes Gelände aus. Laut dem lokalen Medium Foni tis Parou war das Feuer gegen späten Dienstagnachmittag weitgehend eingedämmt, zog sich aber nach der Unterbrechung der Luftoperationen für die Nacht erneut hoch.

In der Nacht zog sich die Feuerfront durch das weitere Gebiet von Agkairia und richtete sich nach Trypiti, während lokale Medien berichteten, dass sich eine zweite Front in Richtung Faragas Strand vorwärts bewegte.

Lokale Medien berichteten außerdem, dass der Hügel Apianes und große Landflächen entlang der Straße zum Kloster Agioi Theodoroi verbrannt seien. Derselbe Bericht erklärte, dass Stromausfälle einen großen Teil des südlichen Paros betreffen.

Vier 112-Notrufe

Behörden haben von Dienstagnachmittag bis in die frühen Morgenstunden des Mittwochs vier aufeinanderfolgende 112-Notrufe ausgelöst.

Zunächst wurden die Menschen in den Gebieten Agios Charalampos, Kampi, Bougados und Aneratza angewiesen, sich nach Aliki zu begeben.

Eine ähnliche Anordnung folgte anschließend für den Bereich Kamari.

Um 01:31 Uhr wurden die Menschen in Agkairia aufgefordert, zum Aliki-Strand zu gehen.

Etwa vierzig Minuten später forderte eine neue Warnung die Bewohner von Trypiti, Glyfa, Pyrgaki und Aspro Chorio auf, sich nach Dryos zu begeben.

Der stellvertretende Bürgermeister von Paros für Zivilschutz, Christos Giourtzidis, sagte SKAI, dass einige Einwohner zunächst zögerten, ihre Grundstücke zu verlassen, weil sie ihre Tiere nicht zurücklassen wollten.

Er gab an, dass mindestens zwei Viehhaltungsbetriebe zerstört worden seien, auch wenn es noch kein Gesamtbild des Schadens gebe.

Verstärkung der Boden- und Luftkräfte

Nach dem neuesten Bericht der Feuerwehr sind 66 Feuerwehrleute, vier Waldkommando-Teams der 1. Spezial-Waldoperationseinheit und 16 Löschfahrzeuge am Einsatz beteiligt.

Zwei Flugzeuge und fünf Hubschrauber sind aus der Luft im Einsatz, einer davon dient der Koordination der Kräfte. Weitere Luftressourcen stehen bereit, um bei Bedarf eingesetzt zu werden.

Bodentruppen wurden durch Feuerwehrleute und Fahrzeuge aus Attika, Syros, Naxos und Piräus verstärkt. Weitere 20 Feuerwehrleute mit acht Fahrzeugen sollen per Fähre aus Rafina eingeführt werden.

Freiwillige, zwei Wasserwagen und eine Baumaschine der Gemeinde Paros unterstützen ebenfalls die Anstrengungen. Die Gesamtkoordination obliegt dem stellvertretenden Feuerwehrchef.

Raues Gelände und starker Wind

Das Feuer brennt in Schluchten und unzugänglichen Gebieten, in denen der Fahrzeugzugang eingeschränkt ist. Nach Angaben des Zivilschutzes von Syros, weitergegeben durch lokale Medien, befand sich eine der aktiven Fronten in einer großen Schlucht unter dem Gebiet von Agioi Pantes.

Giannis Artopios, stellvertretender Sprecher der Feuerwehr, beschrieb das Feuer als „schwierig“ und erklärte, dass nördliche Winde von 6 bis 7 auf der Beaufort-Skala Brandherde verursachen und neue Fronten in einiger Entfernung vom Hauptbrand schaffen.

Feuerwehrleute bleiben im Einsatz, führen kontinuierliche Wasserabwürfe und Lösch- bzw. Abkühlungsarbeiten durch. Sie sollen voraussichtlich auf der Insel bleiben, bis die Brände vollständig eingedämmt sind.

Der Bürgermeister von Paros, Konstantinos Bizas, warnte in Kommentaren lokaler Medien davor, dass die Winde sich weiter verstärken könnten, wobei Böen lokal bis 8 Beaufort erreichen könnten. Am Mittwoch wird Paros als Risikostufe 3 eingestuft, was eine hohe Brandgefahr bedeutet.

Die Abteilung zur Brandstiftungsermittlung der Kykladen wurde aktiviert, um die Ursachen zu prüfen. Bisher wurden keine Informationen darüber veröffentlicht, was den Brand ausgelöst hat.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.