Haftungsausschluss: Diese Website steht in keiner Verbindung zur Deutsche Bahn AG oder deren Tochtergesellschaften. S-Bahn Hamburg ist ein unabhängiges, privat betriebenes Online-Magazin und nicht Teil der Deutschen Bahn-Gruppe.

Horror-Crash in Indien: Boeing 787 stürzt ab – der schlimmste Albtraum wird wahr

10. Februar 2026

Schock in Ahmedabad

Am Donnerstag ist in Ahmedabad im Nordwesten Indiens ein Boeing 787-8 Dreamliner von Air India kurz nach dem Start verunglückt. Mindestens 265 Menschen kamen ums Leben, darunter etwa 24 Anwohner, als das Flugzeug Gebäude streifte und in Flammen aufging. Ein Passagier überlebte und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Rettung in der Nacht

Rettungskräfte durchkämmten mit Hunden die rauchenden Trümmer, während Flammenreste gelöscht wurden. Einsatzteams berichteten von schwer zugänglichen Bereichen zwischen einem öffentlichen Krankenhaus und dem Viertel Ghoda Camp. Viele Opfer waren am Boden, wo herabstürzende Teile mehrere Gebäude trafen.

Einziger Überlebender und erste Hinweise

Nach Behördenangaben sitzt der einzige Überlebende im Krankenhaus und ist britischer Staatsbürger indischer Herkunft. Medien sprachen vom Sitzplatz 11A und zeigten Videos eines blutverschmierten Mannes, der humpelnd zur Ambulanz ging. Offiziell bestätigte die Airline nur, dass der Mann medizinisch versorgt wird.

Der Ablauf des Unglücks

Der Flug AI171 startete um 13:39 Uhr Ortszeit Richtung London-Gatwick und sandte kurz darauf einen Notruf. Augenzeugen sahen die Maschine mit geringer Steigrate, scheinbar mit fehlender Leistung, bevor sie Gebäude streifte und explodierte. Videos zeigen einen langsamen Sinkflug, eine abrupte Kollision und eine Feuersäule.

Eine Tragfläche des Dreamliners am Unglücksort in Ahmedabad

Stimmen vom Ort des Geschehens

Ärzte berichteten von schwer verbrannten Körpern und chaotischer Lage in der provisorischen Triage. Ein Helfer schilderte, wie Menschen aus den zweiten und dritten Stockwerken sprangen, um den Flammen zu entkommen. Ein Notarzt sagte: „Der Bug des Flugzeugs und das Vorderrad schlugen in der Kantine ein, in der Studierende aßen.“

Offizielle Reaktionen und Anteilnahme

Indiens Premierminister Narendra Modi schrieb: „Die Tragödie von Ahmedabad hat uns alle erschüttert und traurig gemacht.“ Aus dem Ausland trafen Beileidsbekundungen ein, während Fachbehörden internationale Unterstützung für die Untersuchung zusagten. Am Flughafen Gatwick wurde ein Betreuungszentrum für Angehörige eingerichtet.

Ermittlungen und technische Fragen

Ermittler des indischen AAIB arbeiten mit britischen und US-amerikanischen Kollegen zusammen, um die Ursache aufzuklären. Fachleute mahnen zur Vorsicht: Der Dreamliner kann mit einem Triebwerk weiterfliegen, weshalb ein doppelter Ausfall oder Vogelschlag geprüft wird. Bis zur Auswertung der Flugschreiber bleiben alle Hypothesen vorläufig.

Rettungskräfte durchsuchen die Trümmer in Ahmedabad

Unterstützung für Betroffene

Air India richtete eine Krisenzelle ein und veröffentlichte Kontaktstellen für Familien. Die Regierung des Bundesstaats Gujarat bat um DNA-Proben, um die Identifizierung zu beschleunigen. Der Eigentümerkonzern Tata kündigte finanzielle Hilfen sowie die Übernahme aller medizinischen Kosten für Verletzte an.

Wichtige Fakten auf einen Blick

  • Mindestens 265 Tote, darunter etwa 24 am Boden
  • Ein Überlebender, britischer Staatsbürger indischer Herkunft
  • Typ: Boeing 787-8 Dreamliner, Langstreckenflugzeug
  • Route: Ahmedabad – London-Gatwick
  • Notruf kurz nach Start, Kollision mit Gebäuden
  • Beteiligte Ermittler: AAIB Indien, Partner aus UK und USA
  • Unterstützungsangebote für Angehörige und Verletzte
  • Flugverkehr in Ahmedabad vorübergehend ausgesetzt

Kontext und Einordnung

Ahmedabad ist eine Millionenstadt mit dicht bebautem Wohngebiet rund um den Flughafen. Die Lage erschwerte Lösch- und Bergungsarbeiten, weil enge Straßen und Menschenmengen den Zugang blockierten. Der Vorfall weckt Erinnerungen an frühere Katastrophen, die Indiens Luftfahrt nachhaltig prägten.

Sicherheit und offene Fragen

Der 787-8 Dreamliner gilt seit seiner Einführung 2011 als modernes, effizientes Langstreckenflugzeug. Dennoch zeigen Unglücke, dass selbst neue Muster nicht vor Verkettungen aus Technik, Wetter und menschlichen Faktoren gefeit sind. Erst die Daten aus Flugschreibern und Wartungsprotokollen werden ein klares Bild liefern.

Ausblick

In den kommenden Tagen steht die forensische Arbeit im Mittelpunkt: Identifizierung, Trümmeranalyse, Datenrekonstruktion. Behörden wollen aus den Erkenntnissen Konsequenzen für Prozesse, Schulungen und Infrastruktur ziehen. Für die Angehörigen beginnt der schwerste Teil: Abschied, Trauer und langwierige Aufarbeitung.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.