Die Stromausfälle haben das normale Leben nahezu unmöglich gemacht, wobei jeder Ausfall auch bedeutet, dass die Wasserversorgung versiegt und Deckenventilatoren sich verlangsamen oder stehen bleiben.
Kubas Stromnetz fiel am Sonntag aus und verursachte einen weiteren landesweiten Blackout, sagte ein staatliches Energieunternehmen in einem Beitrag in den sozialen Medien.
Als die Lichter in der Hauptstadt Havanna plötzlich ausgingen, stöhnten die Bewohner, die draußen saßen, hörbar lauthals über die sommerliche Hitze.
Kuba leidet unter rollenden Stromausfällen aufgrund veralteter Ausrüstung und eines von den USA verhängten Energieembargos, das regelmäßige Lieferungen von Treibstoff für Kraftwerke blockiert hat.
Das staatliche Unternehmen UNE sagte, es habe eine „totale Trennung“ des nationalen Elektrizitätssystems gegeben, die das Land, einschließlich der Hauptstadt, in plötzliche Dunkelheit versetzte.
Dies ist nur der jüngste Ausfall in einer Reihe vollständiger Zusammenbrüche des Stromnetzes.
Vor nur 24 Stunden ging der gesamte Westen des Landes in Dunkelheit auf.
Die Stromausfälle haben das normale Leben nahezu unmöglich gemacht, wobei jeder Ausfall auch bedeutet, dass die Wasserversorgung versiegt und Deckenventilatoren sich verlangsamen oder stehen bleiben.
Es ist eine wachsende Belastung für eine Gesellschaft, die an Widrigkeiten gewöhnt ist, aber nun in einer monatelangen Krise steckt, deren Ende nicht absehbar ist.
Bewohner in den am stärksten betroffenen Gebieten haben ihren Frust dadurch zum Ausdruck gebracht, dass sie Müllhaufen in Brand setzen oder auf Töpfen und Pfannen klopfen.
Das Energieministerium sagte, dass Protokolle zur Reaktivierung des Netzes in Arbeit seien.
Washington hat lediglich die Ankunft eines einzigen russischen Tankers genehmigt, der 100.000 Tonnen Rohöl transportierte und im März eintraf. Diese Vorräte sind seither erschöpft.
Zusätzlich zur Verhängung einer Ölblockade hat die Trump-Administration die Sanktionen gegen kubanische staatseigene Unternehmen verschärft, wodurch viele ausländische Firmen gezwungen waren, ihre Aktivitäten im Land einzustellen.
Die Vereinigten Staaten haben außerdem den ehemaligen Präsidenten Raúl Castro, Bruder des Revolutionsführers Fidel Castro, wegen des Abschusses von zwei Zivilflugzeugen vor drei Jahrzehnten angeklagt.
Die Gespräche zwischen Havanna und Washington scheinen kaum Fortschritte gemacht zu haben.
Havanna hat eine Reihe von Reformen des freien Marktes umgesetzt, um die Wirtschaft anzukurbeln.