Nachdem im Januar 2025 ein Brand durch eine Powerbank in einem Überkopf-Fach eines Flugzeugs der südkoreanischen Fluggesellschaft Air Busan ausgebrochen war, ergreifen Fluggesellschaften Maßnahmen, um Risiken zu minimieren. Die Lufthansa, Deutschlands Flaggenträger, führt die Initiative in Europa an.
Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa hat neue Einschränkungen für die Mitführung von Powerbanks und Batterie-Packs an Bord ihrer Flugzeuge angekündigt, nachdem Druck von Seiten der Fluggesellschaften ausgeübt worden war, die Regeln nach mehreren Bränden, die durch diese Geräte verursacht wurden, zu verschärfen.
An der Spitze Europas hat Lufthansa seine Richtlinien dahingehend geändert, die Nutzung dieser Geräte während des Fluges einzuschränken. Mit sofortiger Wirkung dürfen Passagiere an Bord ihre Geräte nicht mehr über das Infotainmentsystem aufladen oder die Batterien verwenden, um ihre persönlichen Geräte aufzuladen.
Der Carrier betonte, dass sie weiterhin im Kabinengepäck erlaubt sind, und die Regeln, die das Mitführen im aufgegebenen Gepäck verbieten, bleiben unverändert.
Powerbanks müssen außerdem am Körper getragen oder im Handgepäck unter dem Sitz verstaut werden. Das Verstauen in dem Oberdeck-Gepäckfach ist nun verboten.
Die Batterien sind auch jetzt auf eine maximale Kapazität von 100 Wattstunden – oder 27.000 mAh (Milliampere-Stunden) begrenzt.
Reisende, die größere Batterie-Packs mitführen möchten, müssen die Fluggesellschaft im Voraus benachrichtigen und eine Genehmigung einholen. Andernfalls werden die Geräte beschlagnahmt und zerstört.
Die Anzahl der Powerbanks, die jeder Passagier an Bord mitführen darf, wurde ebenfalls auf zwei festgelegt.
Ein Lufthansa-Sprecher führt überarbeitete Empfehlungen der European Union Aviation Safety Agency (EASA) als Grund für die Richtlinienänderung der Fluggesellschaft an.
Die Regeln gelten für alle Lufthansa-Flüge sowie Flüge, die von Lufthansa-eigenen oder verbundenen Fluggesellschaften betrieben werden, darunter Swiss, Eurowings, Austrian Airlines, Discover, Brussels Airlines, Edelweiss und Air Dolomiti.
Passagiere müssen nun ihre Mobiltelefone vor dem Flug aufladen oder die speziellen USB-Ports des Flugzeugs verwenden.
Fluggesellschaften werden bei der Handhabung von Powerbanks zunehmend vorsichtiger, nachdem im Januar des vergangenen Jahres ein tragischer Brand durch eine in dem Überkopf-Fach verstaut Powerbank eines Air Busan-Flugzeugs verursacht wurde und 27 Personen verletzt wurden.
Die Airbus A321 stand zum Zeitpunkt des Brandes noch am Boden. Behörden gaben nach umfangreichen Untersuchungen bekannt, dass eine verkohlte Powerbank den Brand verursacht hatte.
Der gesamte Flugzeugrumpf war in wenigen Minuten von Flammen erfasst. Die Passagiere konnten das Flugzeug über Notrutschen verlassen.
Der Vorfall veranlasste Luftfahrt-Sicherheitsbehörden weltweit dazu, strengere Maßnahmen zu prüfen, um das Brandrisiko zu minimieren.