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Niederländische Studenten stellen ein Elektroauto vor, das man selbst diagnostizieren und reparieren kann

21. Januar 2026

Was wäre, wenn dein Elektroauto keinen Mechaniker bräuchte? Von Studenten in den Niederlanden entwickelt, soll ein neues Elektroauto so konzipiert sein, dass es vom Besitzer leicht zerlegt und repariert werden kann.

Eine Gruppe von Universitätsstudenten in den Niederlanden hat ein modulares Elektrofahrzeug entwickelt, das Fahrer befähigen soll, Fehler zu diagnostizieren und Reparaturen selbst durchzuführen.

Das Konzeptfahrzeug, genannt Aria, wurde von Studenten der Technischen Universität Eindhoven (TU/e) entwickelt und zielt darauf ab, die Abhängigkeit von spezialisierten und oft teuren Reparaturdiensten zu verringern, insbesondere bei elektrischen Fahrzeugen (EVs).

Besitzer des Fahrzeugs können ihr Telefon direkt über ein USB-C-Kabel mit dem Fahrzeug verbinden, um eine Diagnosesoftware auszuführen, die Fehler schnell identifiziert. Die App verwendet dann ein 3D-Modell des Fahrzeugs, um die Nutzer visuell zu dem defekten Bauteil zu führen.

„Mit der Diagnostik-App, die wir für unser Auto entwickelt haben, kannst du das Auto einfach über ein USB-C-Kabel mit dem Telefon verbinden, und sie erkennt sehr schnell, dass es verbunden ist“, sagte Marc Max Hoevenaars, Student der TU/e Eindhoven University und Softwareingenieur des Aria-Projekts.

„Aus dieser Information wissen wir, wie man es repariert, alle Werkzeuge, die wir benötigen, und wir werden es schnell wieder zum Laufen bringen und unser Auto wieder funktionsfähig haben.“

Die Studenten hinter Aria sagen, dass das Projekt eine Reaktion auf die zunehmende Komplexität moderner Elektrofahrzeuge sei, die oft spezielles Wissen zur Reparatur erfordern.

„Natürlich kann jedes Auto repariert werden, aber was wir sehen, ist, dass es eine echte Notwendigkeit für spezialisiertes Wissen gibt, besonders heutzutage bei Elektrofahrzeugen. Also versuchen wir wirklich, dem Verbraucher die Macht zu geben, sein eigenes Auto zu reparieren“, sagte Taco Olmar, Teamleiter des Aria-Projekts.

Die Zugänglichkeit der Batterie ist ein weiteres zentrales Augenmerk des Designs. Im Gegensatz zu den meisten Elektrofahrzeugen, bei denen Batteriepakete vollständig in das Fahrgestell integriert sind, verwendet Aria ein modulares Batteriesystem, das sich leicht von Hand entfernen lässt.

„Es ist sehr einfach, es selbst mit der Hand zu machen. Ja, das kann jeder machen“, sagte Callum Armour, technischer Ingenieur des Projekts.

Der gleiche modulare Ansatz gilt auch für den Antriebsstrang, der vom Team so konzipiert wurde, dass er einfach zu handhaben und leicht zugänglich ist.

Außenkomponenten wie Stoßfänger und Kotflügel sind ebenfalls so gestaltet, dass sie schnell ausgetauscht werden können.

Schau dir das Video im Webplayer oben an, um einen Eindruck vom Aria-Auto in Aktion zu bekommen.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.