Aus 4 Millionen Euro im Jahr 2022, dem Jahr, in dem der Krieg begann, sind die Einnahmen auf 87,3 Millionen Euro im Jahr 2025 gestiegen. Portugiesische Exporte in die Ukraine, vor dem Konflikt fünf- bis zehnmal niedriger als nach Russland, machen nun doppelt so viel Umsatz wie die Verkäufe nach Russland.
Portugals Drohnexporte in die Ukraine sind seit Beginn der umfassenden Invasion des Landes durch Russland stark gestiegen. Portugal verkauft nun mehr Drohnen an die Ukraine, als es jemals an Russland verkauft hat — und die Lücke wächst schnell.
Nach Angaben von Jornal Económico beliefen sich die Einnahmen aus Drohnverkäufen in die Ukraine im Jahr 2022, dem Jahr, in dem der Konflikt ausbrach, auf 4 Millionen Euro, stiegen 2023 auf 23 Millionen Euro und 2024 auf 33 Millionen Euro.
Das Wachstum beschleunigte sich 2025 deutlich, wobei die Einnahmen 87,3 Millionen Euro erreichten. Der größte portugiesische Drohnexporteur in die Ukraine ist Tekever, ein Unternehmen mit Sitz in Caldas da Rainha.
Der Anstieg hat die breiteren Handelsbeziehungen Portugals grundlegend verändert.
Die Ukraine kletterte von Platz 75 auf Platz 36 in der Rangliste der Exportziele Portugals von 2019 bis 2025, während Russland im gleichen Zeitraum von Platz 34 auf Platz 50 fiel — ein Rückgang, der unter den Top-100-Zielen nur von Kuba übertroffen wurde, das 20 Plätze verlor, und von Syrien, das 19 Plätze verlor.
Vor dem Krieg lagen portugiesische Exporte in die Ukraine fünf- bis zehnmal niedriger als die Verkäufe nach Russland.
Bis 2023 und 2024 hatte sich dieser Abstand auf rund 10% verringert, und bis 2025 hatten die ukrainischen Käufe die Käufe nach Russland um das Doppelte übertroffen.
Insgesamt sind die ukrainischen Käufe aus Portugal um 110% gestiegen, was die Ukraine zu einem der wenigen Länder macht, die unter den Top-100-Exportzielen zweistellige oder dreistellige Wachstumsraten verzeichnen.
Der Trend könnte durch eine im Dezember zwischen Portugal und der Ukraine unterzeichnete Vereinbarung zur gemeinsamen Herstellung von Unterwasser-Drohnen weiter angekurbelt werden.