Während Doha weitere Angriffe Teherans abwehrt, wurden zudem 10 Personen festgenommen, von denen vermutet wird, dass sie Schläferzellen im Umfeld der Islamischen Revolutionsgarde Irans sind.
QatarEnergy erklärte am Mittwoch Höhere Gewalt, was weltweite Märkte erschütterte, da die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts mit dem Iran sich ausweiten. Diese Rechtsklausel kommt zum Einsatz, wenn ein Unternehmen aufgrund von Umständen außerhalb seiner Kontrolle vertragliche Verpflichtungen nicht erfüllen kann.
Die Ankündigung kam nur zwei Tage, nachdem zwei LNG-Anlagen des Unternehmens angegriffen worden waren, was zu einer Produktionspause führte.
Die Spannungen im Golfstaatenraum bleiben am fünften Tag des Konflikts hoch, der begann, als die Vereinigten Staaten und Israel am Samstag Luftangriffe gegen den Iran starteten.
‚Offensichtlicher Verstoß‘ gegen die Souveränität
Das Verteidigungsministerium Katars berichtete, dass in der Morgendämmerung des Mittwochs die Luft- und Seeverteidigung 10 Drohnen und zwei Marschflugkörper abgefangen hat, die aus dem Iran gestartet worden waren.
Der katarische Ministerrat bekräftigte seine starke Verurteilung der fortlaufenden Wellen iranischer Angriffe und bezeichnete sie als eine offensichtliche Verletzung seiner Souveränität.
Im Verlauf des Tages beobachteten Euronews-Journalisten vor Ort zwei Kampfflugzeuge, die den Himmel über der Hauptstadt Doha patrouillierten. Flugzeuge der US-Luftwaffe und der britischen Luftwaffe wurden ebenfalls gesehen, wie sie einen verstärkten Sicherheitsperimeter um die Stadt herum aufrechterhielten.
Schläferzellen zerschlagen
Unterdessen berichtete die Qatar News Agency (QNA) von der Festnahme zweier Schläferzellen, die angeblich mit der Islamischen Revolutionsgarde Irans in Verbindung stehen.
Laut QNA wurden zehn Verdächtige festgenommen. Sieben sollen Spionage in wesentlicher militärischer Infrastruktur betrieben haben, während drei angeblich mit Sabotageoperationen betraut waren.
Der Luftraum Katars bleibt geschlossen, und Qatar Airways gab bekannt, dass das nächste Update für gestrandete Passagiere voraussichtlich am Freitagmorgen erfolgen werde.