Rheinmetall meldet stark steigende Gewinne und prognostiziert rasantes Wachstum für 2026 – doch die Anleger zeigen sich nicht beeindruckt, weshalb die Aktien gefallen sind.
Der in Düsseldorf ansässige Rüstungshersteller Rheinmetall AG hat 2025 sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich erhöht, da er sein Verteidigungsgeschäft ausbaute, angetrieben von wachsenden Militärausgaben in Europa.
Das Unternehmen verfehlte jedoch die hohen Erwartungen von Investoren und Analysten, als es am Mittwoch die Jahreszahlen vorlegte. Die Rheinmetall-Aktien fielen nach der Ankündigung in Frankfurt gegen 17:00 MEZ um über 7%.
Der Verteidigungsgruppe meldete konsolidierte Umsätze von 9,9 Mrd. € für 2025, ein Anstieg von 29% gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis erreichte ebenfalls einen Rekordwert von 1,84 Mrd. €, ein Anstieg von 33% gegenüber dem Vorjahr.
Rheinmetall kündigte an, eine Dividende von 11,50 € pro Aktie vorzuschlagen, gegenüber 8,10 € im Vorjahr.
„Die angespannte Sicherheitslage untermauert die vielversprechende Position des Konzerns, dessen Produkte eine increasingly wichtige Rolle bei der Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten Deutschlands und seiner Partnerländer spielen“, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens.
Rheinmetall prognostizierte ein Umsatzwachstum von 40-45% im Jahr 2026, wobei der Umsatz voraussichtlich 14-14,5 Mrd. € erreichen werde.
Als Treiber der Nachfrage nach Raketen und Drohnen nannte das Unternehmen Konflikte wie den Krieg in der Ukraine und Spannungen im Nahen Osten.
Der Auftragsbestand erreichte einen Rekordwert von 63,8 Mrd. €, gegenüber 46,9 Mrd. € im Vorjahr, und das Unternehmen rechnet damit, dass diese Zahl bis Jahresende auf rund 135 Mrd. € deutlich zunehmen wird.
Laut Rheinmetall war das Geschäftsjahr 2025 weiter von der wachsenden Nachfrage infolge der militärischen Aufrüstung in ganz Europa geprägt.
Das Geschäft mit der deutschen Streitkräfte machte 38% des Gesamtumsatzes aus, ein Anstieg von vier Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr, während das internationale Geschäft die verbleibenden 62% ausmachte.
Trotz der positiven Nachfrageperspektive haben einige Analysten Bedenken geäußert, ob Rheinmetall die Produktion schnell genug ausweiten könne, um seine rasch wachsende Auftragslage zu erfüllen.
„Die Welt verändert sich rasch, und Rheinmetall ist gut vorbereitet“, sagte Vorstandsvorsitzender Armin Papperger.