Haftungsausschluss: Diese Website steht in keiner Verbindung zur Deutsche Bahn AG oder deren Tochtergesellschaften. S-Bahn Hamburg ist ein unabhängiges, privat betriebenes Online-Magazin und nicht Teil der Deutschen Bahn-Gruppe.

Russland feuert Raketenhagel auf die Ukraine und trifft das Verkehrsnetz

9. März 2026

Russland hat eine massive nächtliche Offensive gegen die Ukraine gestartet und zivile sowie infrastrukturelle Ziele getroffen. Die Ukraine reagierte mit Drohnenangriffen auf russische Energieanlagen.

Russland hat eine nächtliche Bombardierung gegen die Ukraine gestartet und insgesamt zwei ballistische Raketen sowie 117 Drohnen in einem groß angelegten Angriff auf mehrere Regionen des Landes abgefeuert.

Ein Treffer traf am Sonntag einen Passagierzug, der von Kiew nach Sumy in der Ukraine fuhr, an Bord waren bis zu 200 Passagiere. Laut ersten Berichten wurden keine Passagiere verletzt.

Der Angriff erfolgt vor dem Hintergrund einer Welle russischer Raketen- und Drohnenangriffe, die auf ukrainische Energie- und Eisenbahninfrastruktur abzielen, als Teil der Bemühungen, Transport und Logistik während der laufenden russischen Vollinvasion der Ukraine zu stören.

Ukrainische Behörden berichten, dass Eisenbahn-Infrastruktur in den letzten Monaten wiederholt angegriffen wurde, was Verzögerungen und Schäden in mehreren Regionen verursacht hat.

Moskau erklärte am Samstag, dass es in den vergangenen 24 Stunden einen groß angelegten Schlag gegen Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes und Energieanlagen in der Ukraine durchgeführt habe, während die Ukraine laut eigener Aussage schwere Verluste bei russischem Personal und Ausrüstung an mehreren Orten verzeichnen konnte.

Selenskyj gedenkt gefallener Soldaten

Auch am Sonntag gedenkte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zusammen mit dem niederländischen Premierminister Rob Jetten der Gefallenen der Ukraine am Wall of Remembrance der Gefallenen für die Ukraine, einer Gedenkstätte, die Soldaten ehrt, die das Land seit dem Beginn der russischen Vollinvasion im Jahr 2022 verteidigt haben.

Während des Besuchs des Regierungschefs übergab Selenskyj Rob Jetten eine Bitte ukrainischer Truppen, die Druzhkivka verteidigen, um zusätzliche Radarsysteme zu erhalten, und hob dabei Kiews Bemühen hervor, die Frontverteidigung mit fortschrittlicher Technologie zu stärken und die fortdauernde internationale Unterstützung sicherzustellen.

„Letzte Woche an der Druzhkivka-Front haben unsere Truppen eine sehr konkrete Bitte um Radarsysteme gestellt. Ich werde jetzt nicht ins Detail gehen, aber sie sind dringend nötig. Das ist es, was Soldaten schützt“, sagte Selenskyj und betonte, dass die Niederlande einige der weltweit besten Radarsysteme herstellen.

Zelenskyj erklärte außerdem, dass er am Samstag ein Telefongespräch mit Emmanuel Macron geführt habe, in dem die beiden Führer über finanzielle Unterstützung für die Ukraine gesprochen hätten.

Ukraine trifft russische Ölanlage

Lokale Behörden sagten, ukrainische Drohnen hätten in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Dispatch-Stelle für Pipelinobetrieb in Russlands Region Krasnodar Krai angegriffen, was zu einem großen Brand der Anlage führte.

Von Anwohnern geteilte Videos zeigen mehrere brennende Kraftstofflagerbehälter, die eine dichte Rauchwolke in den Himmel schicken.

Die unabhängige Überwachungsgruppe CyberBoroshno sagte, die Armavir-Station sei ein zentrales Drehkreuz im russischen Erdöl-Logistiknetz. Kraftstoff werde dort durch eine Hauptleitung gepumpt, in Tankanlagen gelagert und dann für den Vertrieb auf dem Schienenverkehr verladen.

Nach Angaben der Gruppe gehört die Station zu einer breiteren Energieversorgungskette, was bedeutet, dass Schäden dort nicht nur eine einzelne Anlage, sondern das gesamte System, das in diesem Abschnitt des Netzwerks Erdölprodukte transportiert, beeinträchtigen könnten.

Behörden in Krasnodar Krai sagten, rund 120 Feuerwehrleute und 38 Feuerwehrautos seien eingesetzt worden, um das Feuer zu löschen, das eine Fläche von etwa 700 Quadratmetern bedeckte.

Andernorts berichtete der Gouverneur der russischen Oblast Belgorod, dass eine nächtliche Raketenattacke auf Energieanlagen in der Stadt Belgorod und umliegenden Gebieten zielte und Strom-, Wasser- sowie Heizungsdienste störte.

Videos, die auf russischen Kanälen geteilt wurden, zeigten einen Blackout, Explosionen an einer Umspannstation und helle Blitze, die den Nachthimmel erleuchteten.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.