Russland veröffentlichte ein Video, das die Luftstreitkräfte bei sogenannten „Routine-Flügen“ über der Ostsee zeigt. Es beschrieb diese Maßnahme als Durchführung über neutralen Gewässern und in vollem Einklang mit dem Völkerrecht.
Am Freitag veröffentlichte das russische Verteidigungsministerium ein Video, das zwei Langstrecken-Tu-22M3-Bomber zeigt, die eine als „geplante Flugreise“ bezeichnete Mission im Luftraum über neutralen Gewässern in der Ostsee durchführen.
„Begleitschutz wurde von Besatzungen der Su-35- und Su-30-Kampfflugzeuge der Luftstreitkräfte gewährleistet. Die Flugdauer betrug etwa fünf Stunden. An bestimmten Abschnitten der Route wurden Langstreckenbomber von Jagdflugzeugen aus fremden Ländern begleitet“, sagte das Verteidigungsministerium in einer Erklärung.
Moskau betonte, dass alle Flüge der Luftstreitkräfte Russlands in strikter Übereinstimmung mit internationalen Regeln für die Nutzung des Luftraums durchgeführt werden.
Es erklärte, dass es regelmäßige Flüge über neutrale Gewässer durchführt, darunter den Arktischen Ozean, den Nordatlantik, den Pazifik, die Ostsee und das Schwarze Meer.
Dies erfolgt nur einen Tag, nachdem der finnische Geheimdienst davor gewarnt hatte, dass Russland weiterhin eine Gefahr für europäische Systeme darstellen könnte, da seine Erkenntnisse ergaben, dass Moskau möglicherweise weitere Angriffe auf unterseeische kritische Infrastruktur in der Ostsee plant.
Die Ostsee steht seit einer Reihe von Angriffen auf Stromleitungen, Kommunikationsleitungen und Ölpipelines unter erhöhter Alarmbereitschaft, seit Russland im Februar 2022 seine umfassende Invasion in der Ukraine gestartet hat.
Der jüngste Vorfall ereignete sich an Silvester, nachdem Finnland ein russisches Schiff abgefangen hatte, das nach Israel unterwegs war, unter Verdacht, Unterwasser-Kommunikationsleitungen sabotiert zu haben.
Der Kreml hat derartigen Anschuldigungen in der Ostsee wiederholt widersprochen. Umfangreiche europäische Untersuchungen haben bisher kein schlüssiges Beweismittel erbracht, das Moskau mit den Sabotagevorfällen in Verbindung bringt.
Der Geheimdienstbericht Finnlands deutete auch darauf hin, dass es keine unmittelbare militärische Bedrohung für Helsinki gebe, und feststellt, dass Russland stark beschäftigt und stark in seinen Krieg gegen die Ukraine eingebunden sei, und kein Hinweis auf eine unmittelbar drohende Bedrohung andernorts vorliege.
Es warnte jedoch auch davor, dass sich die Sicherheitslage in den kommenden Monaten und Jahren drastisch ändern könnte, falls Russland es schafft, seine Streitkräfte wieder aufzubauen oder zu erweitern.