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Schwimmendes Kraftwerk? Chinas fliegende Windturbine erreicht einen Meilenstein beim Netzanschlusstest

30. Januar 2026

Windkraft könnte bald aus dem Himmel kommen, da China erfolgreich eine Megawattklasse-Luftwindturbine getestet hat, die Strom erzeugt, während sie in 2000 Metern Höhe schwebt.

China hat einen Testflug des weltweit ersten Megawattklasse-Höhenwindkraftsystems abgeschlossen, das für den städtischen Einsatz konzipiert ist.

Das gewaltige S2000 Stratosphere Airborne Wind Energy System (SAWES) flog in einer Höhe von 2.000 Metern in der Provinz Sichuan im Südwesten Chinas, erzeugte Elektrizität und konnte erfolgreich in das Netz einspeisen – ein weltweiter Erstflug für ein Hochhöhe-Windkraftgerät.

Die flugzeugähnliche Struktur fungiert als ein „luftgestütztes Kraftwerk“ und kombiniert eine Luftschiffplattform mit Windturbinen, um stärkere, stabilere Winde hoch über dem Boden einzufangen.

„Traditionelle Windturbinen arbeiten, indem sich ihre Rotorblätter drehen, wenn der Wind sie trifft, und dadurch Strom erzeugt wird. Dieser Generator funktioniert ähnlich, nur dass die Stromerzeugung nicht auf Bodenhöhe, sondern in der Luft erfolgt“, sagte Weng Hanke, Mitbegründer und Chief Technology Officer von Beijing Linyi Yunchuan Energy Technology.

„Es nutzt Windenergie, um seine Rotorblätter zur Stromerzeugung anzutreiben, die dann über Freileitungen von der Luft nach unten zum Boden übertragen wird“, ergänzte er.

Eine neue Möglichkeit für erneuerbare Energien

Während des Testflugs stieg das S2000 etwa 30 Minuten lang auf und erzeugte rund 385 Kilowattstunden Strom. Das System ist ungefähr 60 Meter lang, 40 Meter breit und 40 Meter hoch.

„Wir haben Durchbrüche im aerodynamischen und strukturellen Design dieser großen, unkonventionellen Luftfahrzeuge erzielt, die Teil unserer firmeneigenen Technologien sind“, sagte Weng.

„Zweitens hat das gesamte Stromerzeugungssystem Herausforderungen in der Hochleistungsdichte, Mittelspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnologie überwunden, was es ermöglicht, eine leichte Bauweise beizubehalten und gleichzeitig eine höhere Übertragungsleistung zu gewährleisten.“

Neben der Stromerzeugung kann das System auch Kommunikations- und Überwachungsgeräte unterstützen.

„In Bezug auf Anwendungsszenarien geht es jenseits der Stromerzeugung für netzähnliche herkömmliche Stromsysteme auch andere Zwecke“, sagte Weng.

„Es kann spezialisierte Ausrüstung wie Kommunikationsgeräte und Bodenüberwachungsanlagen tragen und damit als Treiber für die Niedrighöhe-Wirtschaft fungieren“, fügte er hinzu.

Derzeit befindet es sich noch in der Testphase, könnte aber eines Tages die Zukunft der Windkraft in Städten darstellen.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.