Was wäre, wenn die EU eine europäische Armee zusammenstellen würde? Nun, die Realität ist… sie wird wahrscheinlich nicht. Doch wir schaffen etwas anderes.
„Es ist eine sehr kleine Bitte“, sagte US-Präsident Donald Trump zu seinem Wunsch, Grönland zu kaufen, und nannte es nur „ein großes, schönes Stück Eis.“
Er soll sich darüber geärgert haben, als Europa Truppen dorthin entsandte. Aber mal ehrlich: Rund 40 Soldaten aus acht Nationen zu entsenden, ging eher darum, eine Botschaft zu senden als tatsächliche Stärke zu demonstrieren.
Aber was wäre, wenn wir eine europäische Armee zusammenstellen würden?
Wenn man alle europäischen Länder zusammenzählt, hätten wir tatsächlich rund 1,5 Millionen Soldaten im aktiven Dienst. Das klingt enorm, aber es ist ein logistischer Albtraum.
Während das US-Militär mit 32 Waffensystemen operiert, verfügen wir über 172. Das bedeutet inkompatible Ersatzteile, Handbücher und Munition, die einfach nicht zusammenpassen.
Und den Panzer von Lissabon nach Warschau zu transportieren, kann derzeit Monate Bürokratie erfordern. Deshalb treibt Brüssel die Einführung des sogenannten ‚Militär-Schengen‘ voran.
Das neue Ziel ist, diese Reisegenehmigungszeit in Friedenszeiten auf nur drei Tage zu reduzieren und in einem Notfall auf nur sechs Stunden.
Ziel ist also nicht eine einzige „Superarmee“, sondern unsere 27 bestehenden Armeen tatsächlich kompatibel zu machen.
Aber das Beheben der Systeme ist der leichtere Teil. Soldaten zu finden, ist schwieriger. Während Lettland und Kroatien die Wehrpflicht wieder einführen, ist die breitere Öffentlichkeit noch nicht bereit.
Nur ein Drittel der Europäer würde laut einer Gallup-Umfrage aus dem Jahr 2024 kampfbereit sein.
Deshalb ersetzen wir nicht die NATO. Wir stellen nur sicher, dass, wenn um 3 Uhr morgens das Telefon klingelt, wir es tatsächlich abnehmen können.
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