Der staatliche Wetterdienst Météo France warnte davor, dass anhaltende Winde von 100 Kilometern pro Stunde oder mehr im Südwesten erwartet würden, nachdem Sturm Pedro eingetroffen war, wobei kräftige Sturmböen möglicherweise bis zu 140 km/h erreichen könnten.
Vier Départements im Westen Frankreichs blieben am Mittwoch weiterhin in der roten Alarmstufe wegen Überschwemmungen, während Sturm Pedro hereingezogen war, und neun weitere befanden sich unter orangefarbener Warnstufe für Regen und Überschwemmungen.
Charente-Maritime, Gironde, Lot-et-Garonne und Maine-et-Loire gehören zu den am stärksten betroffenen Gebieten, wobei der nationale Hochwassermonitoringdienst Frankreichs meldete, dass die Bodenfeuchtigkeit den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1959 erreicht hat.
Rund 1.700 Menschen wurden in Lot-et-Garonne seit dem 10. Februar wegen des steigenden Wassers evakuiert.
Nach einer kurzen Pause am Dienstagnachmittag prognostizierte Météo France weitere landesweite Beeinträchtigungen im Westen des Landes, da Sturm Pedro schweren Regen auf bereits stark durchfeuchtetem Boden brachte.
In Angers warnten die Behörden vor historischen Überschwemmungen; Straßen entlang des Maine wurden absichtlich überflutet, um den Druck auf den Fluss anderswo zu verringern. Der Bürgermeister der Stadt, Christophe Béchu, beschrieb es als das höchste Überschwemmungsniveau seit 25 Jahren.
Die Überschwemmungsflut hat sich rund um die Ufer des Flusses mehrere hundert Meter über die Ufer hinaus in die mittlere westliche Stadt ausgebreitet.
In La Réole in der Gironde sanken die Wasserstände der Garonne zwar leicht, doch das Trinkwassernetz ist gestört, wie in mehreren anderen Städten der Region.
Der staatliche Wetterdienst Météo France warnte davor, dass im Südwesten nach der Ankunft von Sturm Pedro anhaltende Winde von 100 Kilometern pro Stunde oder mehr erwartet würden, wobei kräftige Böen möglicherweise bis zu 140 km/h erreichen könnten rund um Perpignan und die östlichen Pyrenäen über Nacht bis Donnerstag.
Frankreich befindet sich laut Météo France seit 30 aufeinanderfolgenden Tagen irgendwo im Land unter orangefarbener oder roter Wetterwarnung.