Das Magazin der S-Bahn Hamburg
Hallo und Willkommen: Unser neuer ET 490!

Hallo und Willkommen: Unser neuer ET 490!

Endlich angekommen in Hamburg! Heute wurde der erste Zug der neuen Baureihe 490 im S-Bahn-Instandhaltungswerk in Ohlsdorf der Öffentlichkeit vorgestellt.

Schnittiges Design, Klimaanlage, Durchgänge zwischen den Wagen, ein modernes Fahrgastinformationssystem, Vorteile für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste – so begeistert der neue Zug der S-Bahn Hamburg vom Typ „ET 490“. 60 Kurzzüge der neuen Baureihe sind bei Bombardier Transportation bestellt, die bis Ende 2018 in Betrieb genommen werden sollen. Die S-Bahn Hamburg investiert rund 450 Millionen Euro in die Fahrzeugneubeschaffung sowie in die Modernisierung ihrer vorhandenen Züge und Werkstätten.

Hallo und Willkommen: Unser neuer ET 490!

Bereits vor zwei Jahren zeigte Kay Uwe Arnecke, Geschäftsführer der S-Bahn Hamburg, im Beisein von Staatsrat Andreas Rieckhof, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Hansestadt Hamburg, ein Triebwagenteilmodell in Originalgröße des neuen Fahrzeuges. Im Januar 2016 bekam die Presse dann einen ersten Einblick in den aktuellen Produktionsstand der neuen Züge bei Bombardier Transportation im Standort Hennigsdorf.

 

Hallo und Willkommen: Unser neuer ET 490!

Und heute war es endlich soweit: Das erste „fertige“ Fahrzeug der neuen Baureihe ist in Hamburg angekommen. Kay Uwe Arnecke gab wieder im Beisein von Staatsrat Rieckhof in Ohlsdorf den offiziellen Startschuss: „Heute beginnt der erste Einsatz des energiesparenden Neufahrzeuges im Rahmen von ausgiebigen Testfahrten.“ Dabei ist der ET 490 keineswegs ein Zug „von der Stange“, sondern wurde speziell für das Hamburger Schienennetz entwickelt. Der 66 Meter lange Zug ist mit seinen drei Wagen durchgängig begehbar. Das sorgt nicht nur für eine bessere Verteilung der Fahrgäste, sondern auch für ein gesteigertes Sicherheitsempfinden. Der ET 490 verfügt außerdem über ein hochmodernes Fahrgastinformationssystem. So wird es nicht nur aktuelle Ansagen geben, sondern auch Monitore, die mit Fahrgastfernsehen die S-Bahn-Kunden über News aus aller Welt auf dem Laufenden halten – Infotainment pur!

 

„Heute beginnt der erste Einsatz des energiesparenden Neufahrzeuges im Rahmen von ausgiebigen Testfahrten.“
Kay Uwe Arnecke, Geschäftsführer der S-Bahn Hamburg.

Bequemer wird’s auch in der Bahn: Die Mehrzweckabteile hinter den Führerständen werden vergrößert und bieten so mehr Platz für mobilitätseingeschränkte Gäste, Gepäck und Kinderwagen. Zudem bekommen die Sitze bewegliche Armlehnen. Und auch optisch ist der ET 490 ein Hingucker. Das Design der Triebwagenfront bildet ein silbernes H – für Hamburg. Und damit nicht genug: Gerade im Sommer dürften sich viele S-Bahn-Kunden über die neue Klimaanlage freuen. Dabei denkt die S-Bahn Hamburg auch an die Umwelt: Die Klimaanlage funktioniert über energiesparende Wärmepumpen und etwa die Hälfte der Züge können als sogenannte Zweisystemfahrzeuge sowohl mit 1.200 Volt Gleichstrom als auch mit 16,7 Hertz Wechselstrom betrieben werden.

Hallo und Willkommen: Unser neuer ET 490!

Staatsrat Andreas Rieckhof: „Im S-Bahn-Netz ist eine Modernisierung und Ausweitung des Fahrzeugparks dringend erforderlich. Deshalb ist es gut, dass Hamburg diese neuen Züge bekommt. Sie machen unser Schnellbahnnetz noch leistungsfähiger und umweltfreundlicher.“

Die neue Baureihe löst in Zukunft die Fahrzeuge der Baureihe 472 der Linie S21 ab und wird darüber hinaus auf anderen Linien eingesetzt. Weitere Planungen sehen auch vor, dass der 490 auf den Linien der S21 nach Kaltenkirchen und später der neuen S4 nach Bad Oldesloe fährt. Bis zum Herbst des nächsten Jahres werden die Züge erst einmal noch ohne Gäste im Streckennetz der S-Bahn Hamburg getestet. Ab Ende 2018, zu Beginn des neuen Verkehrsvertrags mit 15 Jahren Laufzeit, sollen dann alle 60 neuen Fahrzeuge auf den Schienen Hamburgs unterwegs sein.

Aktuelle Testfahrten

Seit dem 13. Februar befindet sich ein Einsystemfahrzeug des neuen ET 490 für Testfahrten in Hamburg und wird bis Ende April auf Herz und Nieren geprüft.


Bei diesen betriebsmäßigen Fahrten wird folgendes getestet: Es muss herausgefunden werden, ob das Fahrzeug ins Netz passt und ob ein reguläres Abfertigungsverfahren möglich ist. Außerdem werden Spaltmaßenmessungen und Störstrommessungen durchgeführt, damit keine Signale verstellt werden. Zudem wird auch der Softwarestand überprüft.


Anschließend führt DB Systemtechnik weitere Testfahrten durch, um die Bremsen und die Beschleunigung zu testen. Hier wird zum Bespiel auch ein Herbstszenario simuliert. Die Testfahrten finden primär auf der Strecke zwischen Bergedorf und Aumühle statt.


Zwischendurch wird das Einsystemfahrzeug gegen ein Zweisystemfahrzeug getauscht, damit auch Tests auf der Strecke nach Stade, außerhalb des Gleichstromnetzes, durchgeführt werden können.