Die verbleibenden 16 Opfer eines tragischen Silvester-Brandes in einer Bar eines Schweizer Skigebiets wurden am Sonntag identifiziert. Ein Vertreter der Walliser Polizei bestätigte, dass die Untersuchungen fortgesetzt werden, um die Brandursache zu ermitteln, die 40 Menschen tötete und 119 weitere verletzte.
Alle 40 Menschen, die an Silvester in einer Bar in einem Schweizer Skigebiet starben, wurden identifiziert, wie die Behörden sagten.
Die letzten 16 Opfer wurden in der Nacht zum Sonntag identifiziert, so ein Vertreter der Walliser Polizei, der der Tragödie, die als eine der schlimmsten in der jüngeren Geschichte der Schweiz beschrieben wird, zu Hilfe kam. Das Alpenland wird in dieser Woche einen nationalen Trauertag abhalten.
Etwa 26 der 40 Opfer waren Jugendliche, wobei die jüngsten zwei 14-Jährige aus Frankreich und der Schweiz waren.
Insgesamt 21 der Opfer waren Schweizer Staatsbürger, sieben waren Franzosen und sechs Italiener.
Ein Opfer war Doppelstaatsbürger Schweiz-Frankreich, während eine weitere Person, ein 15-jähriges Mädchen, französische, britische und israelische Staatsangehörigkeiten besaß. Die übrigen Opfer stammten aus Rumänien, Belgien, Portugal und der Türkei.
Nahezu 120 Menschen wurden ebenfalls bei dem Brand in Crans-Montana verletzt, wobei laut lokalen Gesundheitsbehörden viele schwere Verbrennungen und Wunden erlitten.
Die Schweizer Regierung gab an, dass 35 Patienten von Krankenhäusern im Land in spezialisierte Kliniken in Belgien, Frankreich, Deutschland und Italien überführt wurden.
Beatrice Pilloud, Oberstaatsanwältin des Kantons Wallis, sagte, dass frühe Untersuchungen darauf hindeuten, dass Wunderkerzen die wahrscheinliche Brandursache seien.
Augenzeugen berichten, dass das Barpersonal den ganzen Abend über Sektflaschen mit Fontänenkerzen am oberen Ende trug.
Sie bemerkte, dass Wunderkerzen zu nahe an der Decke der Le Constellation Bar gehalten wurden, wodurch leicht entflammbare Materialien und Oberflächen in Brand gerieten und die Flammen sich rasch ausbreiten konnten. Die regionale Staatsanwältin wies jedoch darauf hin, dass die Behörden noch mehrere Hypothesen untersuchen.
Die Behörde prüft zudem, ob die Bar über ausreichende Sicherheitsprotokolle verfügte, einschließlich der Bereitschaft von Feuerlöschsystemen, Fluchtwegen und der Einhaltung der maximal zulässigen Personenanzahl in der Bar zu jeder Zeit.
Zwei Personen, die die Bar betrieben, stehen unter strafrechtlicher Untersuchung wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Die Polizei erklärte am Sonntag, dass auch eine strafrechtliche Untersuchung wegen fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet wurde.
Die beiden Personen, deren Namen noch nicht bekannt gegeben wurden, wurden noch nicht festgenommen, da die Polizei festhielt, dass es keinen Hinweis darauf gebe, dass sie versuchen würden, dem Rechtsverfahren zu entgehen.

