Die Frau stahl in einer Apotheke ein Messer und griff Passagiere an, die auf einem Bahnsteig des belebten Bahnhofs warteten, während des Freitagsabendverkehrs, und verletzte dabei mindestens vier ihrer Opfer schwer.
Eine Frau, die im letzten Jahr bei einem Angriff am Hamburger Hauptbahnhof im Norden Deutschlands 15 Menschen verletzt hatte, wurde am Montag dazu verurteilt, dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik untergebracht zu werden.
Wie ein Gerichtssprecher mitteilte, entschied ein Gericht, dass die 39-jährige Frau, bei der eine Schizophrenie diagnostiziert worden war, für den Angriff vom 23. Mai strafrechtlich nicht verantwortlich gemacht werden könne.
Die Frau stahl in einer Drogerie ein Messer und griff Passagiere an, die auf einem Bahnsteig des belebten Bahnhofs warteten, während des Freitagsabendverkehrs, und verletzte dabei mindestens vier ihrer Opfer schwer.
Zwei Umstehende und Polizeibeamte gelang es, sie zu überwältigen und den Amoklauf zu beenden.
Die Frau war seit Oktober 2024 obdachlos gewesen und wurde kurz nach ihrer Festnahme in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht, wie das Gericht mitteilte.
Beweise, die im Laufe des Prozesses vorgelegt wurden, deuteten darauf hin, dass sie unter Wahnvorstellungen litt und glaubte, die wartenden Passagiere hätten sie töten wollen, sagte ein Gerichtssprecher.
Die Staatsanwaltschaft hatte darauf gedrungen, die Frau dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik unterzubringen, und nach Berichten nahm die Angeklagte das Urteil vom Montag an und plant keine Berufung.
Die Messerangriffe in Hamburg standen im Zuge einer Reihe von Gewalttaten in ganz Deutschland, von denen viele jihadistische oder rechtsextremistische Motive hatten.
Als Reaktion auf frühere Angriffe hatte Deutschland bereits das Waffenrecht verschärft, um das Mitführen von Messern in Zügen und in bestimmten Bereichen zu verbieten, einschließlich des Hamburger Hauptbahnhofs.