Spannungen im Nahen Osten steigen, nachdem der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, vorgeschlagen hatte, dass Israel arabische Gebiete kontrollieren könnte, was zu einer starken Verurteilung durch arabische und islamische Länder sowie regionale Organisationen führte.
Eine Koalition aus 14 arabischen und islamischen Ländern sowie des Golfkooperationsrates (GCC), der Organisation der Islamischen Zusammenarbeit (OIC) und der Arabischen Liga verurteilte die Äußerungen des US-Botschafters Mike Huckabee, der vorgeschlagen hatte, dass Israel arabische Gebiete kontrollieren könnte.
Die Länder erklärten, die Äußerungen seien rücksichtslos, würden die Spannungen anheizen und die Friedensbemühungen in der Region untergraben.
Gemeinsame Erklärung und Verurteilung
Die Außenministerien von Katar, Ägypten, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indonesien, Pakistan, der Türkei, Saudi-Arabien, Kuwait, Oman, Bahrain, dem Libanon, Syrien und Palästina veröffentlichten gemeinsam mit dem GCC, der Arabischen Liga und der OIC eine gemeinsame Stellungnahme.
Sie drückten in der Stellungnahme ihre tiefe Besorgnis über Huckabees Äußerungen aus und sagten, sie bedrohten die regionale Sicherheit und verstießen gegen das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen.
Die Erklärung betonte, dass Israel keine Souveränität über dem besetzten palästinensischen Gebiet oder anderen arabischen Gebieten habe.
Die Länder forderten ein Ende der Annexionspläne und der Siedlungserweiterung und bekräftigten ihre Unterstützung für das Recht des palästinensischen Volkes auf Selbstbestimmung und die Schaffung eines unabhängigen Staates entlang der Grenzen von 1967.
Huckabees Äußerungen und regionale Auswirkungen
Huckabees Äußerungen kamen in einem Interview, in dem er vorschlug, es wäre akzeptabel, wenn Israel Gebiete übernehmen könnte, die von arabischen Staaten beansprucht werden, einschließlich des Westjordanlands.
Die Länder wiesen darauf hin, dass solche Äußerungen die Spannungen in einer ohnehin volatilen Region verschärfen und die Bemühungen um eine Zwei-Staaten-Lösung untergraben könnten. Mehrere Staaten forderten die USA auf, ihre offizielle Position zu klären und ihr Engagement für das Völkerrecht zu bekräftigen.
Diplomatisches Engagement
Separat führte der Premierminister und Außenminister Katars Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al‑Thani ein Telefonat mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi, wie die Qatar News Agency auf X berichtete.
Sie diskutierten Bemühungen, die Spannungen zu deeskalieren und die Fortsetzung der Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran zu unterstützen. Der Anruf unterstreicht das fortlaufende diplomatische Engagement angesichts der breiteren Spannungen im Nahen Osten.
Der Vorfall fällt in eine Zeit anhaltender Auseinandersetzungen über Israels Politik im Westjordanland und im Gazastreifen sowie festgefahrene Friedensverhandlungen. Regionale Führer warnten, dass Bemerkungen, die eine Kontrolle über arabische Gebiete legitimieren, Gewalt weiter anfachen und den Friedensprozess erschweren.