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Khojaly-Tragödie in Erinnerung: Region bewegt sich auf Frieden zu

27. Februar 2026

Gedenkfeierlichkeiten finden statt, um die Todesfälle von Hunderten zu betrauern, die im Februar 1992 in der Stadt Khojaly während des Karabach-Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan ums Leben kamen.

Der Präsident Aserbaidschans, Ilham Aliyev, leitete am Donnerstag die nationale Gedenkfeier für die Todesfälle von Hunderten Aserbaidschanern, die im Februar 1992 in der Stadt Khojaly während des Karabach-Konflikts ums Leben kamen.

Aliyev eröffnete am Donnerstag einen Khojaly-Genozid-Gedenkkomplex, ein neues Denkmal, das denjenigen Respekt zollt, die vor mehr als 30 Jahren starben, was der Präsident als „das größte Unglück für das aserbaidschanische Volk“ bezeichnete.

Eine Schweigeminute wurde landesweit abgehalten, und Tausende versammelten sich am Khojaly-Massaker-Gedenkmal in Baku, um den Opfern der Tragödie am National Day of Remembrance, wie ihn die Aserbaidschaner nennen, zu gedenken.

Aserbaidschan hält daran fest, dass 613 Zivilpersonen, darunter Frauen und Kinder, getötet worden seien, als armenische Truppen die Stadt mit Unterstützung des 366. Garde-Motor-Rifle-Regiments der ehemaligen Sowjetunion angegriffen haben.

Nach Angaben der aserbaidschanischen Behörden wurden Dutzende vermisst gemeldet oder verletzt bei dem Massaker, das während des Krieges zwischen ethnisch armenischen Kräften, unterstützt von Armenien, und aserbaidschanischen Kräften über die Karabach-Region und umliegende Gebiete stattfand.

Nach eigener Untersuchung erklärte HRW (Human Rights Watch), es habe „die direkte Verantwortung für die zivilen Todesfälle den karabachischen armenischen Kräften zugeschrieben“.

Armenien hat diese Anschuldigungen seitdem zurückgewiesen und behauptet, dass die Todesopferzahl übertrieben sei und dass die Todesfälle während der Kämpfe zwischen den Streitkräften der beiden Länder stattgefunden hätten.

Mehr als drei Jahrzehnte später sind die Opfer der Khojaly-Tragödie weiterhin im kollektiven Gedächtnis der Aserbaidschaner verankert.

Die diesjährigen Gedenkfeiern finden im Kontext des Frieden- und Versöhnungsprozesses statt, der von Aserbaidschan und Armenien vereinbart wurde, da sich die beiden Länder darauf geeinigt haben, gemeinsam einer friedlichen Zukunft entgegenzusehen, nach Jahrzehnten des Leidens auf beiden Seiten.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.