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Deutschland verurteilt vier Männer wegen Hamas-verbundener Waffenvorräte zu Haftstrafen

28. März 2026

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Die Waffen sollten laut Staatsanwälten bei Angriffen auf Ziele wie die israelische Botschaft in Berlin und die US-Militärbasis Ramstein in Westdeutschland eingesetzt werden.

Vier Männer wurden am Mittwoch in Berlin zu Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie Teil eines Netzwerks waren, das Waffen lagerte, um potenzielle Anschläge in Europa unter der Führung der palästinensischen Militantengruppe Hamas zu planen.

Ein Gericht verurteilte die Männer im Alter von 36 bis 58 Jahren wegen ihrer Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Organisation und verhängte Freiheitsstrafen von vier bis sechs Jahren.

Alle vier hatten geholfen, Waffenlager als Teil der Vorbereitungen zu errichten, Anschläge auf jüdische und israelische Ziele in europäischen Ländern durchzuführen, sagte die vorsitzende Richterin Doris Husch.

Sie wurden teilweise identifiziert als Abdelhamid Al A. und Ibrahim El R., beide in Libanon geboren; ägyptischer Staatsangehöriger Mohammed B.; und Nazih R., niederländischer Staatsangehöriger.


Kämpfer der Qassam-Brigaden, dem militärischen Flügel der Hamas, in Gaza-Stadt, 19. Januar 2025


Die Männer wurden im Dezember 2023 verhaftet, wenige Wochen nach dem Ausbruch des Israel-Hamas-Kriegs im Gazastreifen.

Nazih R. wurde in Rotterdam festgenommen, die anderen drei in Berlin.

Zu Beginn des Verfahrens im Februar 2025 beschuldigten die Staatsanwälte sie, Untergrundverstecke eingerichtet, instand gehalten und wieder abgebaut zu haben, in denen Waffen gelagert wurden.

Ibrahim El R., der in Berlin ein Restaurant betrieb, reiste 2019 nach Bulgarien, um dort eine Truhe voller Waffen zu vergraben, sagten sie.

Außerdem brachte er 2019 eine Waffe aus einem anderen Waffendepot in Dänemark nach Deutschland.

Ibrahim El R., 43, wurde des Besitzes illegaler Waffen und der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Organisation schuldig gesprochen. Er erhielt die längste Strafe von sechs Jahren.

Die Männer versuchten außerdem, Waffen von einem Standort in Polen abzuholen, doch konnten sie sie trotz mehrerer Versuche nicht auffinden.

Die Waffen sollten laut Staatsanwälten für Angriffe auf Ziele wie die israelische Botschaft in Berlin und die US-Militärbasis Ramstein in Westdeutschland verwendet werden.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.