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EU setzt nach Angriffen auf Kiew 1,4 Milliarden Euro aus den Gewinnen eingefrorener russischer Vermögenswerte zugunsten der Ukraine frei

8. August 2026

Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen kündigte an, dass 1,4 Milliarden Euro Gewinn aus immobilisierten russischen Vermögenswerten nach den tödlichen Angriffen Russlands auf Kiew zugewiesen werden. Der Großteil der Mittel werde zur Rückzahlung von G7- und EU-Krediten verwendet, während 70 Millionen Euro der militärischen Unterstützung zugeführt würden.

Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen verurteilte die russischen „schrecklichen Gräueltaten“ nach den nächtlichen Angriffen auf die Ukraine und kündigte 1,4 Milliarden Euro EU-Mittel aus den Erlösen immobilisierter russischer Vermögenswerte an.

Von der Leyen kündigte die Finanzierung auf X einen Tag nach russischen ballistischen Raketen- und Drohnenangriffen auf Kiew an, bei denen mindestens 17 Menschen getötet wurden. Russland hat in den letzten Wochen seine Angriffe auf die Ukraine verschärft und mehrere zivile Ziele getroffen.

„Wieder einmal wachen wir auf mit der Nachricht schrecklicher Gräueltaten Russlands durch seine Luftangriffe auf die Ukraine. Russland muss für die Zerstörung bezahlen, die es verursacht hat,“ sagte von der Leyen.

Sie fügte hinzu, dass die 1,4 Milliarden Euro für die Ukraine aus den Erlösen der immobilisierten russischen Vermögenswerte den fortgesetzten Widerstand der Ukraine gegen Russlands illegalen Krieg unterstützen würden.

Die EU hat Vermögenswerte der russischen Zentralbank in ihrem Zuständigkeitsbereich kurz nach Russlands umfassender Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 eingefroren. Während die Vermögenswerte unberührt bleiben, wurden die daraus erzielten Gewinne verwendet, um die Ukraine zu unterstützen.

Laut der Europäischen Kommission haben diese Vermögenswerte insgesamt 8 Milliarden Euro an Windfall-Gewinnen erzielt.

Trotz der Äußerungen von von der Leyen wird der größte Anteil der neuesten Tranche — 95%, bzw. 1,33 Milliarden Euro — nicht als direkte militärische Unterstützung bereitgestellt. Stattdessen wird er durch den Ukraine-Kreditkooperationsmechanismus geleitet, um Kredite zu bedienen, die der Ukraine im Rahmen von G7- und EU-Initiativen gewährt wurden.

Die restlichen 70 Millionen Euro werden über die Europäische Friedensfazilität zugewiesen, die die militärische Unterstützung für die Ukraine finanziert.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.