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Europa kämpft weiter gegen Waldbrände – Belgien verzeichnet größten Brand der Geschichte

18. August 2026

Das Feuer im östlichen Belgien hat sich innerhalb von 24 Stunden bis Sonntagmorgen verdoppelt. Der EU-Katastrophenschutzmechanismus wurde am Samstag aktiviert, wobei drei Hubschrauber und zwei Wasserbombenflugzeuge aus Schweden, den Niederlanden und der Tschechischen Republik ankamen.

Waldbrände ziehen sich weiterhin durch mehrere Teile Europas, während Feuerwehrleute gegen größere Brände in Belgien, Deutschland, Frankreich, Kroatien, Spanien und Griechenland bei anhaltender Hitze und Trockenheit kämpfen.

Ein Feuer im Naturschutzgebiet Hohe Venn in Belgien hat sich in 24 Stunden mehr als verdoppelt und erstreckt sich nun auf rund 3.000 Hektar. Das Feuer, das vor zwei Tagen begonnen hatte, ist nun der größte Waldbrand, der in Belgiens Geschichte aufgezeichnet wurde.

Behörden in der belgischen Wallonien-Region sagten, dass am Samstagabend mehr als 250 Feuerwehrleute und andere Einsatzkräfte eingesetzt wurden. Das Reservat ist besonders anfällig für Waldbrände aufgrund seiner weitläufigen Torfgebiete und Kiefernwälder, die durch die anhaltende Hitze ausgetrocknet wurden

In einem Beitrag in den sozialen Medien erklärte die belgische Verteidigungsstreitkraft, dass sie Personal und Fahrzeuge zur Unterstützung der Feuerwehrleute entsandt habe.


Die belgischen Verteidigungsstreitkräfte haben Feuerwehrleute dabei unterstützt, die Ausbreitung der Brände zu bekämpfen

Feuerwehrleute aus dem benachbarten Deutschland und Luxemburg wurden ebenfalls entsandt, um das Feuer einzudämmen, das sich in Richtung Grenze zu Deutschland bewegt. Lokale Landwirte helfen ebenfalls bei der Bekämpfung des Brandes.

Belgien hat am Samstag den EU-Katastrophenschutzmechanismus aktiviert, wodurch drei Hubschrauber und zwei Wasserbombenflugzeuge aus Schweden, den Niederlanden und der Tschechischen Republik eingesetzt wurden.


Der EU-Katastrophenschutz und die humanitäre Hilfe haben Flugzeuge zur Brandbekämpfung aus dem gesamten Kontinent eingesetzt, um belgische Feuerwehren zu unterstützen

Am Samstagnachmittag wurden einige Einwohner der belgischen Provinz Lüttich aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Lokale Medien berichten, dass rund 600 Menschen zur Ausreise aufgefordert wurden und dass in der benachbarten Gemeinde Malmedy eine Notunterkunft in einer Turnhalle eingerichtet wurde.

Auf der anderen Seite der Grenze in Deutschland erzielten die Rettungskräfte beachtliche Fortschritte bei der Bekämpfung eines Feuers im Hürtgenwald, das am Freitag Evakuierungen erzwungen hatte. Rund 2.000 Menschen, die das Dorf Gey verlassen mussten, konnten am Samstagabend wieder nach Hause zurückkehren, berichtete die Deutsche Nachrichtenagentur dpa.

In Frankreich berichten die Behörden, dass es über Nacht zu keinen größeren Brandherden kam, während sie weiterhin große Brände in der südwestlichen Region Landes bekämpfen. Mehr als 1.700 Hektar sind seit Donnerstag verbrannt worden, überwiegend Kieferwälder. Französische Medien berichten, dass 550 Feuerwehrleute, unterstützt von Militärangehörigen und sechs Wasserbombenflugzeugen, vor Ort sind. Das Feuer bleibt außer Kontrolle.

Ein weiteres Feuer im Nordosten des Landes bessert sich. In der Ardennenregion sind 100 Hektar verbrannt. Die Situation sei laut dem stellvertretenden Leiter des Ardenner Feuerwehrdienstes, David Gouzou, als „beispiellos in der jüngeren Geschichte“ beschrieben worden.

In Kroatien wurden vier Personen festgenommen, die verdächtigt werden, Waldbrände an der Küste verursacht zu haben. Brände brachen durch Kiefernwälder und Olivenhaine bei hohen Temperaturen und Dürre.

In Griechenland haben die Feuerwehren einen zweiten Tag damit verbracht, einen Brand in einem Wald auf der Insel Skyros zu bekämpfen. Der örtliche Bürgermeister sagte gegenüber den Medien, er glaube, das Feuer werde innerhalb eines Tages vollständig gelöscht sein.

Die Behörden in Aragon in Spanien setzten das größte Feuerwehrausrüstungsarsenal der Geschichte der Region ein, während französische Verstärkungen erwartet wurden, um einen Waldbrand einzudämmen, der eine 1.000 Jahre alte Abtei bedroht hat.

Der Brand, der vor etwas mehr als einer Woche in der Gemeinde Las Peñas de Riglos der Provinz Huesca ausgebrochen war, breitete sich weiter aus und betraf eine Fläche von bis zu 16.600 Hektar. Windige Verhältnisse haben das Feuer weiter ausgedehnt und die Eindämmung erschwert.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.