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Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens stirbt nach einer Malaria-Infektion, Fraport meldet.

30. August 2026

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Die Ursache der Infektionen wird vermutlich auf eine Mücke zurückgeführt, die mit dem Flugzeug aus einem malaria-endemischen Gebiet nach Deutschland gereist ist, vermutlich im Juli.

Ein Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens ist an Malaria gestorben, sagte ein Sprecher des Betreibers des Flughafens, Fraport, am Mittwoch.

Weitere fünf Mitarbeitende des Flughafens haben sich ebenfalls mit der Infektionskrankheit infiziert und erhalten medizinische Behandlung.

Die Ursache der Infektionen wird vermutlich auf eine Mücke zurückgeführt, die mit dem Flugzeug aus einem malaria-endemischen Gebiet nach Deutschland gereist ist, vermutlich im Juli.

Fraport sagte, der Schwerpunkt liege nun auf Information und Prävention. Die Mitarbeitenden werden angewiesen, bei malaria-ähnlichen Symptomen einen Arzt aufzusuchen und den Medizinerinnen bzw. Medizinern mitzuteilen, dass sie am Flughafen arbeiten.

Am Flughafen wurden auch Mückenfallen aufgestellt, um die Insekten zu fangen, damit sie zu Untersuchungen in ein Labor gebracht werden können.


Eine blutsaugende weibliche Anopheles funestus-Mücke, 2014


Seltene Übertragung

Das Robert-Koch-Institut (RKI), das Bundesinstitut für Infektionskrankheiten und Prävention, erklärte, dass solche Fälle „sehr selten“ seien.

Malaria wird beim Menschen durch Anopheles-Mücken übertragen, wenn diese zuvor selbst infiziert waren.

Das RKI sagt, es gebe in Deutschland einige Anopheles-Arten, die Malaria-Erreger unter geeigneten Umweltbedingungen übertragen können, aber solche Fälle seien extrem selten.

Nach Angaben des Gesundheitsamts Frankfurt ist die sogenannte „Flughafenmalaria“ außerhalb malaria-endemischer Gebiete ein sehr seltener Übertragungsweg.

A health worker shows a bottle of the malaria vaccine R21/Matrix-M before administering it in Yenagoa, 9 December, 2024

Eine Gesundheitsfachkraft zeigt eine Flasche des Malaria-Impfstoffs R21/Matrix-M, bevor sie ihn verabreicht, Yenagoa, 9. Dezember 2024


„Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung spielt bei Flughafenmalaria keine Rolle“, sagte ein Sprecher.

Eine Studie, die darauf abzielt, alle Fälle von Flughafen- und Gepäckmalaria in Europa von 1969 bis 2024 zu erfassen, identifizierte insgesamt 145 Fälle, von denen neun in Deutschland gemeldet wurden.

Malaria kann lebensbedrohlich sein und laut der Weltgesundheitsorganisation gehören Fieber, Kopfschmerzen, Atembeschwerden und Krampfanfälle zu den Symptomen.

„Die Krankheit kann zu Koma und Tod führen, insbesondere bei Hochrisikogruppen“, hieß es vom Auswärtigen Amt.

Schutz vor Mückenstichen kann dazu beitragen, die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.