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Deutsche Exporte fallen erstmals seit fünf Monaten, Erholungssorgen vertiefen sich

13. September 2026

Deutschlands Exportmotor kommt ins Stocken. Die Ausfuhren sanken im Juli erstmals seit fünf Monaten, da die schwächere Nachfrage aus China und dem Euroraum die Erholung des US-Handels überwog.

Läuft Deutschlands wirtschaftliche Erholung der Puste aus? Die Exporte sanken im Juli zum ersten Mal seit fünf Monaten, gemäß offiziellen am Dienstag veröffentlichten Daten, was Zweifel an der Solidität des Aufschwungs der größten europäischen Volkswirtschaft erneut aufkommen lässt.

Die Exporte sanken gegenüber dem Vormonat um 0,8% und betrugen 138,2 Milliarden Euro, belastet durch eine schwächere Nachfrage aus dem Euroraum und China, so die vorläufigen Daten des Statistikinstituts Destatis.

Analysten, die von dem Finanzdatenunternehmen FactSet befragt wurden, hatten mit einem geringeren Rückgang von 0,5% gerechnet, wodurch der Rückgang stärker ausfiel, als es die Märkte eingepreist hatten.

Die Zahlen fallen nur wenige Tage, nachdem die Industrieproduktion im Juli ebenfalls enttäuscht hatte, und sie werden die Sorge befeuern, dass die durch den Iran-Krieg ausgelösten Turbulenzen der aufkeimenden wirtschaftlichen Erholung einen Dämpfer verpassen.

Die Exporte wurden durch einen Rückgang der Lieferungen nach China um 9,5% und nach anderen Ländern der Eurozone um 2,8% belastet, wie Destatis mitteilte.

Der Handel mit den USA erzählte eine andere Geschichte. Die Exporte in Deutschlands wichtigstes Abnehmerland für Güter stiegen gegenüber dem Vormonat um mehr als 19%, da die Lieferungen sich weiter von der Schwäche erholen, die durch die Tarifanstrengungen des US-Präsidenten Donald Trump ausgelöst worden waren.

Importe sanken hingegen im Juli um 5,7% auf 116,9 Milliarden Euro gegenüber dem Vormonat, wodurch der Handelsüberschuss auf 21,3 Milliarden Euro anwuchs.

Die deutsche Wirtschaft hatte zunächst den Energieschock durch den US-Krieg gegen den Iran besser verkraftet, als viele befürchtet hatten.

Frühe Indikatoren des Jahres waren überraschend stark ausgefallen, was mehrere Think-Tanks in der letzten Woche dazu veranlasste, ihre Wachstumsprognosen für dieses Jahr auf 1,2% bis 1,4% anzuheben.

Die Zahlen vom Dienstag deuten darauf hin, dass die Zuversicht nun auf die Probe gestellt werden könnte.

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.