Es wäre nicht sinnvoll, von der Mitte-rechts stehenden Christlich-Demokratischen Union Deutschlands (CDU) darüber zu sprechen, den Kanzler zu wechseln, nur einen Tag nachdem die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) in Sachsen-Anhalt einen Wahlsieg errungen hatte, sagte der CDU-Politiker und Bundestagsabgeordnete Günter Krings Euronews.
Er sagte, seine Partei solle ihre Energie darauf verwenden, ihre geringe Glaubwürdigkeit zu verbessern, und wies außerdem auf die Europäische Union hin und erklärte, dass ein erheblicher Teil des Zorns der Wähler aus den EU-Entscheidungen komme.
Die AfD gewann am Sonntag 43,8 Prozent der Stimmen im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt, mehr als doppelt so viel wie vor fünf Jahren.
Das lag deutlich vor Merz’ CDU, die 17,2 Prozent der Stimmen erhielt und damit rund die Hälfte ihrer Unterstützung verlor. Die AfD setzt damit Bundeskanzler Friedrich Merz unter zunehmenden Druck, dessen Beliebtheit in Umfragen auf Rekordtief gesunken ist.