Der sonst sonnige US-Bundesstaat Florida erlebt derzeit ungewöhnlich niedrige Temperaturen.
Die Temperaturen sind in Teilen Floridas unter den Gefrierpunkt gesunken, dem ‚Sonnenstaat‘ der USA. In der Tampa Bay-Region fielen Schneeflocken zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt.
Doch das ist nicht die seltsamste Erscheinung, die vom Himmel fällt: Tausende kaltgestellte grüne Leguane fallen auf Straßen, Gehwege und Vorgärten.
Da sie ihre eigene Körperwärme nicht erzeugen können, sind grüne Leguane auf Wärme von außen angewiesen. Sobald das Thermometer unter etwa 10 Grad Celsius fällt, werden sie träge.
Bei Temperaturen zwischen etwa 4 und 7 Grad Celsius geraten die kaltblütigen Reptilien in einen benommenen Zustand vorübergehender Überlebenslähmung.
Wenn sie in diesem Zustand in Bäumen aufgefunden werden, verlieren sie ihren Halt und fallen auf den Boden. Zu Beginn dieser Woche zeigten lokale Medien Szenen massenhaft zu Boden gestürzter Tiere, die regungslos dalagen. Die grünen Leguane können bis zu zwei Meter lang werden und bis zu 9 kg wiegen.
Leguane sind eine invasive Art in Florida
Grüne Leguane stammen ursprünglich aus Zentral- und Südamerika, doch seit den 1960er Jahren sind sie zu einer invasiven Art in den Vororten von Miami, Fort Lauderdale und Palm Beach geworden. Es wird angenommen, dass sie über Frachtschiffe und den Haustierhandel eingeschleppt wurden.
Schätzungen zufolge hat sich ihre Zahl inzwischen auf eine Million Tiere erhöht. Sie werden offiziell als Problem in Florida anerkannt, wo sie Dämme und Uferbefestigungen untergraben, Gärten und Infrastruktur zerstören und Stromausfälle verursachen können.
Die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission (FWC) empfiehlt, dass Anwohner nur gefrorene Leguane von ihrem Grundstück mit geeigneter Schutzausrüstung entfernen.
Die Tiere können dann in atmungsaktiven Beuteln zu offiziellen Sammelzentren gebracht werden, wo sie von Fachleuten auf humane Weise getötet werden können. In der vergangenen Woche wurden mehr als 5.000 eingeschläfert.