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Invasive Schlangen auf der deutschen Mülldeponie: Jagd auf die grüne Peitschenotter

24. Juli 2026

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Aus einer Deponie der deutschen Westpfalz breitet sich die grün-gelb gefärbte Zornnatter aus. Reptilienexperte Hubert Laufer hat bereits über 300 Exemplare dieser invasiven Art gefangen und erklärt Euronews, warum er sie weiterhin jagt.

Auf Deutsch werden Schlangen der Gattung Coluber als „Zornnatter“ bezeichnet, weil sie sich beim Festhalten heftig und aggressiv verteidigen, indem sie zubeißen und sich eng um den Körper schlingen. Die grün-gelbe Zornnatter (Coluber viridiflavus) kann bis zu 1,5 oder sogar 2 Meter lang werden.

Der Reptilienexperte Hubert Laufer wurde von einer solchen Schlange oft gebissen, da er Zornnattern in Deutschland seit Jahren verfolgt. Mehr als 300 Exemplare der grün-gelben Zornnatter landeten in seinem Stofffangbeutel. „Wenn man eine Zornnatter fängt, wird sie versuchen, die Person, die sie fängt, zu beißen. Aber wenn die Schlangen entkommen können, tun sie das. Wenn man sie in Ruhe lässt, tun sie nichts,“ erläutert der Experte Euronews.

The Zornnatter at the landfill site in Zweibrücken

Die Zornnatter am Deponiegelände in Zweibrücken


„Stellen Sie sich vor, Sie greifen in einen Brombeerstrauch und bekommen viele kleine Kratzer auf der Haut. So ungefähr fühlt sich der Biss einer Zornnatter an“, erklärte er in einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Senders SWR. Die Schlangen seien daher nicht wirklich gefährlich für den Menschen.

Viele Tierschutzaktivistinnen und -aktivisten sehen das Vorhandensein der Zornnattern als Zeichen eines intakten natürlichen Umfelds. Die Reptilien sind überwiegend schwarz mit einem zarten gelb-grünen Muster – ihre gut getarnten Schuppen machen sie im Gras und in der Vegetation fast unsichtbar.

Coluber viridiflavus in Italy

Coluber viridiflavus in Italien


Artenschutz Franken, eine Organisation, die sich dem Erhalt der Biodiversität in Deutschland verschrieben hat, berichtet mit Fotos (Quelle auf Deutsch), dass Zornnattern oft von Autos auf Straßen überfahren werden und ruft zu ihrem Schutz auf.

Warum sind grün-gelbe Zornnattern ein Problem in Deutschland?

Landschaftsökologe Laufer, der grün-gelb gefärbte Zornnattern auf einer Müllkippe in Zweibrücken – rund 40 Kilometer von Saarbrücken entfernt – auch als Amphibien-Schutzbiologe tätig ist. „Es gibt kaum noch Eidechsen auf dem Deponiegelände. Falls es nichts anderes gibt, fressen sie Mäuse oder junge Ratten. Aber Eidechsen sind ihre Lieblingsbeute“, sagt Hubert Laufer.

Lizard in a vineyard in Bremm on the Moselle

Lizard in a vineyard in Bremm on the Moselle


Und er erläutert: „Die Zornnattern sind invasiv und haben negative Auswirkungen auf die einheimische Fauna in Deutschland. Deshalb wollen wir die Zornnattern so schnell wie möglich abfangen.“

Lennart Krüger

Lennart Krüger

Ich bin Lennart Krüger, Redakteur bei S-Bahn Hamburg. Ich schreibe über Stadtleben, Kultur und alles, was Hamburg bewegt – von neuen Projekten bis zu verborgenen Geschichten. Meine Leidenschaft: die Vielfalt dieser Stadt in Worte zu fassen.